Morak: "Hermagoras mit großem Engagement, hoher Intelligenz und unternehmerischer Umsicht 150 Jahre jung geblieben"

Morak zum 150jährigen Jubiläum des Hermagoras-Verlages

Wien (OTS) - "Der Hermagoras Verlag ist nicht in Würde gealtert, sondern mit großem Engagement, hoher Intelligenz und unternehmerischer Umsicht 150 Jahre jung geblieben, sagte Staatssekretär Franz Morak, heute, Freitag, anlässlich der Feier zum 150jährigem Bestehen des Hermagorasverlages in Klagenfurt.

"Der Hamagoras Verlag beweise, wie ein Buchverlag entgegen allen Prognosen der Medienexperten zur Zukunft der Branche eineinhalb jahrhunderte alt werden und nach wie vor im Wettbewerb mit den audiovisuellen und digitalen Medien erfolgreich bestehen kann". Denn von seiner Gründung an haben die Leiter und führenden Köpfe der Hermagoras erkannt, dass Verlage mehr als bloß Buchproduzenten mit entsprechend hohen Lagerkapazitäten sind. Sie sind intellektuelle Zentren, die - wenn sie erfolgreich sein wollen - auch eine Anziehungskraft für Menschen und Ideen und eine ganz besondere Ausstrahlungskraft für die Leser entwickeln müssen, so Morak weiter.

"In der vielfältigen Bildungs- und Vermittlungsarbeit und der identitätsbildenden Kraft der Hermagoras liegt auch der Erfolg des Verlages begründet, der neben der qualitativ hochstehenden verlegerischen Arbeit in vielfältiger Weise Aktivitäten auf dem Gebiet der schulischen Bildung, des Studiums und der Weiterbildung setzt und mit ihren zahlreichen literarischen und kulturellen Veranstaltungen und dem Radio DVA ein umfassendes und zeitgemäßes Programm der Vermittlung von slowenisch- und deutschsprachiger Literatur bietet," so Morak weiter. Mit den Standorten Klagenfurt, Ljubliana und Wien seien die besten Voraussetzungen für eine umfassende verlegerische Arbeit in und zwischen den Regionen und Ländern gegeben.

Bemerkenswert sei, dass die Hermagoras den Zielen ihrer Gründer ebenso treu geblieben ist wie sie auch die Möglichkeiten, die die politische Entwicklung in Europa bietet, offensiv und mitgestaltend wahrnimmt. Hermagoras ist hier bereits einen Weg erfolgreich gegangen, den Europa zum Teil noch vor sich hat" stellte Morak fest.

Morak verwies auch darauf, dass es der Bundesregierung ein Anliegen gewesen ist den Status und die Bedeutung der Volksgruppen zu festigen, indem die Staatszielbestimmung in der Verfassung verankert wurde, in der sich die Republik zu ihrer gewachsenen sprachlichen und kulturellen Vielfalt, die in den autochthonen Volksgruppen zum Ausdruck kommt, bekennt; weiters verwies er auf Ratifizierung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen, auf das neue ORF Gesetz mit seiner Formulierung des öffentlich-rechtlichen Auftrages im Hinblick auf die Volksgruppensprachen oder etwa die Kooperationsmöglichkeiten zwischen ORF und privaten Volksgruppenradios.

Morak betonte, "dass die Hermagoras wesentlich zur Verständigung und zum gegenseitigen Verstehen der Sprachgruppen in Kärnten beigetragen haben". Zum einen sei es ihr gelungen, die slowenische Sprache und die Tradition der slowenischen Kunst und Kultur in Kärnten und in Österreich zu pflegen und zu bewahren, zum anderen hat sie in den vergangenen Jahren entscheidend dazu beigetragen, die slowenische Literatur Kärntens als wichtigen und bestimmenden Teil der österreichischen, der slowenischen und der europäischen Literatur durchzusetzen.

"Das Hermagoras nunmehr schon seit 1851 mit Energie, Engagement und Ideenreichtum erfolgreich für den kulturellen und literarischen Austausch in Österreich und über Östereich hinaus arbeitet, kann nur als Glücksfall für unser Land bezeichnet werden", so Staatssekretär Morak abschließend.

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