Prets: Genitalverstümmelung auch ein europäisches Phänomen

Wien (SK) "Weltweit müssen 130 Millionen Frauen mit verstümmelten Genitalorganen leben. Hier handelt es sich durchaus auch um ein europäisches Phänomen: 30 Prozent der in Österreich lebenden, in einer Studie befragten afrikanischen Eltern ließen ihre Töchter bereits verstümmeln, wobei 11 Prozent dieser Akte in Europa begangen wurden", erklärte die SPÖ-Abgeordnete im Europäischen Parlament Christa Prets Freitag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Prets fordert daher ein Recht auf Asyl für von Genitalverstümmelung bedrohte Frauen: "Die Forderung nach Asyl entspricht der Genfer Konvention, da Genitalverstümmelung ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist. Frauen, die von derartiger Gewalt bedroht sind, müssen geschützt werden." ****

"Jährlich werden etwa zwei Millionen Mädchen von der Genitalverstümmelung bedroht. Wir brauchen eine Rechtslage, wonach in allen EU-Mitgliedstaaten dieser Eingriff in die physische Integrität als Straftat eingestuft wird", forderte Prets. Der Großteil der afrikanischen Länder habe hier bereits legislativ reagiert, "in der Praxis werden Genitalverstümmelungen aber immer noch durchgeführt", schloss Prets. (Schluss) ns/mp

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