Startschuss für die Überbauung des Bahnhofes Wien-Mitte

ÖBB schließen Vertrag über Grundstücksnutzung mit den Bauträgergesellschaften B.A.I. und IPF ab

Wien (OTS) - Heute fiel der, quasi inoffizielle, Startschuß für die Überbauung des Bahnhofes Wien-Mitte. Nach mehrjährigen Verhandlungen haben nunmehr die aus B.A.I. Bauträger Austria Immobilien GmbH und IPF Internationale Projekt Finanz zusammengesetzte Wien-Mitte Bauprojektmanagement GesmbH mit den Österreichischen Bundesbahnen einen Vorvertrag über die Nutzung des Bahngrundstückes zwischen Landstraßer Hauptstraße und Marxer Brücke abgeschlossen. Ein Großteil der Fläche wechselt den Eigentümer, über den eigentlichen Bahnanlagen wird den Bauträgern ein Baurecht eingeräumt.

Auf dem von Landstraßer Hauptstraße, Gigergasse und Marxer Brücke begrenzten Areal, also teilweise über den Geleisen von Schnellbahn und U-Bahn, sollen bis 2006 Einkaufs- und Entertainment Center, ein 340 Zimmer umfassendes Hotel der Spitzenkategorie und Büros entstehen. Der Projektentwurf der Wiener Architekten Ortner & Ortner, Neumann & Steiner, Lintl & Lintl und des Londoner Büros McCall + Kiekenap sieht eine gesamte Nutzfläche von rund 80.000 m2 vor. Die Investitionskosten werden sich auf Preisbasis des Jahres 2000 auf ca. 4,2 Mrd. ATS belaufen. Der Baubeginn ist für Ende 2002 vorgesehen.

Mit U-Bahn, Straßenbahn und Autobus ist Wien-Mitte der größte Verkehrsknoten Österreichs. Täglich wechseln hier 110.000 Menschen die Verkehrsmittel. Die ab 2003 nach Umbauarbeiten wieder in Betrieb gehende Flughafenschnellbahn S7 wird zusätzliche Geschäftsreisende und Touristen nach Wien-Mitte führen. Im Jahr 2000 belief sich der Bahnanteil im Flughafenzubringerverkehr auf 7%. Vergleiche mit anderen internationalen Airports lassen mittelfristig eine Verfünffachung des Bahnanteils erwarten. In Zusammenarbeit mit den Wiener Linien und der ÖBB werden im Rahmen der Überbauung die Umsteigeverbindungen optimiert. Für die Flughafenschnell- bahn ist ein eigener Bahnsteig vorgesehen. Die Flugpassagiere werden in Zukunft auch bereits in Wien-Mitte einchecken können.

"Im Unterschied zu den großen Einkaufszentren am Stadtrand", so der Projektmanager Harald Butter, "stellen die Öffi-Benutzer unsere Zielgruppe dar. Natürlich werden auch PKW-Stellflächen geschaffen, aber in der Hauptsache wollen wir ein attraktives Angebot für die Fahrgäste der öffentlichen Verkehrsmittel und das Innenstadtpublikum schaffen." Bei der Auswahl der Geschäfte haben Nahversorgung und urbane Themen Vorrang.

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