ÖGB fordert Sofortprogramm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

Verzetnitsch: "Österreich braucht eine echte aktive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik"

Wien (ÖGB).: Anlässlich der heute präsentierten WIFO- und IHS-Wirtschaftsprognose fordert ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch ein Sofortprogramm zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. "Abwarten und Schönreden nutzt weder den Arbeitnehmern noch der gesamten Wirtschaft etwas", warnt der ÖGB-Präsident.++++

Weitere Einsparungen in der Verwaltung, wie sie Finanzminister Grasser für den Notfall
plant, seien kein Ersatz für zukunftsorientierte
Initiativen in der Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik. Verzetnitsch: "Das ist einfallslos und überheblich gegenüber der Bevölkerung, die sich um ihre Arbeitsplätze und ihren Lebensstandard Sorgen macht."

Der ÖGB fordert daher von der Regierung sofortige Investitionen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, eine Bildungsmilliarde zur Qualifizierung der ArbeitnehmerInnen, eine Offensive zur Behebung des Fachkräftemangels im IT-Bereich, sowie einen Ausbau der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Verzetnitsch. "Wir brauchen eine echte aktive Arbeitsmarktpolitik und kein Ausräumen des AMS zur Budgetsanierung. Wir brauchen mehr Investitionen und wir brauchen mehr Initiativen für lebensbegleitende Bildung."

Der ÖGB-Präsident weist darauf hin, dass die Arbeitslosenzahlen bereits im Jahresvergleich mit zehn Prozent Zuwachs markant angestiegen seien, während sich gleichzeitig auch der Anstieg der Beschäftigung verlangsamt habe.

"Dazu kommt, dass die strukturellen Probleme des Arbeitsmarktes weiter bestehen, was zu einem weiteren Auseinanderklaffen zwischen Angebot und Nachfrage nach Qualifikation am Arbeitsmarkt führt, so Verzetnitsch. (hell)

ÖGB, 28. September 2001
Nr. 784

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