1.Europaweiter Recyclingtag

Kunststoffverwertung in Österreich - Vorbild für Europa

Wien (OTS) - Vor fast genau acht Jahren, anläßlich des Inkrafttretens der österreichischen Verpackungsverordnung, hat der ÖKK-Österreichischer Kunststoff Kreislauf, die Verantwort für die Verwertung der im ARA-System gesammelten Kunststoff-Verpackungen übernommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war Kunststoff-Recycling in Österreich nahezu unbekannt. Abgesehen davon, daß man nicht wußte, welche Menge an Kunststoff-Verpackungen tatsächlich in den dafür bereitgestellten "Gelben Säcken" und "Gelben Tonnen" landen werden, steckte die Technologie für eine effiziente Verwertung von Kunststoffen noch in den Kinderschuhen und es gab so gut wie keine Verwertungsanlagen. Um so erfreulicher ist die Bilanz, die anläßlich des 1. Europäischen Recyclingtages für das Kunststoff-Recycling in Österreich gezogen werden kann:

Österreicher sind Sammelmeister

Jeder Österreicher hat seit Bestehen der Verpackungsverordnung 80 Kilogramm an Kunststoff-Verpackungen in der "Gelben Tonne" oder dem "Gelben Sack" gesammelt. Umgelegt auf fast täglich Gekauftes entspricht diese Menge 11. 400 Joghurtbechern oder 2.100 PET-Flaschen die jeder Österreicher zur Verwertung gebracht hat. Nur Schweden hat eine ähnlich hohe Sammelquote. Die Silbermedaille in Sachen "Verantwortungsbewußter Umgang mit Kunststoff-Verpackungen" " geht somit an Österreich. Insgesamt wurden in den letzten 8 Jahren 638.280 Tonnen Kunststoff-Verpackungen von der ÖKK AG zur Verwertung gebracht!

Zu verdanken ist diese sensationelle Entwicklung einerseits Österreichs Konsumenten, die verantwortungsbewußt handeln und Kunststoff-Verpackungen von anderen Abfällen getrennt sammeln, andererseits auch dem Willen und der Innovationsbereitschaft österreichischers Unternehmer, die innerhalb kurzer Zeit Technologien entwickelt und Verwertungsanlagen in Betrieb genommen haben, die eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Verwertung ermöglichen.

In Österreich aufbereiteter Altkunststoff weltweit nachgefragt

Während in den ersten Jahren noch Zwischenlager für gesammelte Kunststoff-Verpackungen angelegt werden mußten, da es an Verwertungskapazität mangelte, so herrscht heute rege Nachfrage nach verwertbarem Material. Dies auch deshalb, da aufgrund der guten Qualität von in Österreich verwertetem Kunststoff das Recyclat zu einem Exportschlager geworden ist. Mehr als 80% des in Österreich erzeugtem Kunststoff-Recyclat gelangen in den Export.

Ebenso nachgefragt wie Recyclat sind auch die in Österreich hergestellten Waren aus Altkunststoff. Innovative Produkte, wie z.B. Dachziegel - sie werden in einer breiten, ständig erweiterten Modellpalette angeboten, seit einigen Monaten sogar mit integriertem Solar-Modul - sind wahre Marktstürmer.

Ziele der Abfallwirtschaft werden durch Kunststoff-Verwertung problemlos erreicht

Das Hauptziel der österreichischen Abfallwirtschaft, Material und Energie optimal zu nutzen, erfüllen Kunststoff-Verpackungen problemlos. Erreicht wird dies durch eine ausgewogene Kombination von stofflicher und thermischer Verwertung. Bei der stofflichen Verwertung werden Kunststoff-Verpackungsabfällen zu Recyclat oder direkt zu neuen Produkten (z.B. Dachziegeln) verarbeitet, bei der thermischen Verwertung ersetzen sie herkömmliche, nicht nachwachsende fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl oder Gas.

Die Abschätzung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses gewinnt dabei immer mehr an Bedeutung. Die Bewertung und Darstellung aller Nebeneffekte hilft bei der Wahl der richtigen Strategie.

Enorme Rohstoffeinsparungen - gewaltige CO2 Reduktion

Die Verwertung von Kunststoffen trägt wesentlich dazu bei, daß Österreich weniger Rohöl importieren muß und der Ausstoßes von CO2 und die Emission von SO2 und Methan deutlich reduziert wird.

Die Verwertung von 638.000 Tonnen Kunststoff hat den Import von 570 Millionen Liter Erdöl - den jährlichen Treibstoffbedarf von 500.000 PKWS - erspart und dazu beigetragen, daß 585.000 Tonnen weniger CO2 in unsere Luft gelangt sind. Diese Mengen an Öl wären notwendig gewesen bzw. an Schadstoffen entstanden, hätte Kunststoff neu produziert werden müssen oder wären herkömmliche Heizmaterialien zur Energieerzeugung eingesetzt worden.

Die Schließung von Stoffkreisläufen ist eine umwelt- und wirtschaftsstrategische Notwendigkeit und eine der Herausforderungen der Zukunft. Recycling vermeidet sowohl den Einsatz neuer Rohstoffe als auch von Energie und reduziert Emissionen von treibhauseffektförderndem CO2 und Methan.

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erhard Zeinitzer
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