Achatz: Weltmilchtag nutzen um auf Probleme der Milchbauern hinweisen

Wien, 2001-09-28 (fpd) - "Milch ist gesund, das weiß in Österreich jedes Kind. Die Nachfrage nach Milchprodukten an Österreichs Schulen steigt rasant und das ist sehr erfreulich", sagte heute die Landwirtschafts- und Konsumentensprecherin der FPÖ Anna Elisabeth Achatz. ****

Bei aller Euphorien dürfe man aber nicht vergessen, daß die heimischen Milchbauern vor großen Problemen stehen. "Österreich hat gegenüber anderen EU-Staaten (Italien, Spanien, Deutschland) eine relativ niedrige Milchquote. Das ist das Ergebnis des Agenda 2000-Beschlusses. Die geringe Milchquote, die die EU Österreich damals zugestanden hat ist der Grund dafür, daß unsere Milchbauern jetzt so hohe Strafen in Form einer Superabgabe an die EU wegen Überlieferung zahlen müssen", erläuterte Achatz. "Auf der anderen Seite gibt es in Österreich zuwenig Milch, denn täglich fahren die Milchtransporter von Ungarn nach Wien und aus Neuseeland wird Trockenmilchpulver für die Kälberaufzucht importiert."

"Zu allem Übel läuft ‚das Milchquotenregime‘ nach 2006 aus und dann gilt der Weltmarktpreis, ganz gleich unter welchen Bedingungen die Milch produziert wurde. Ohne gesicherte Quote wären die österreichischen Milchbauern dann nicht mehr konkurrenzfähig. Aus diesen Gründen fordere ich Landwirtschaftsminister Molterer am Weltmilchtag erneut auf in den zuständigen EU-Gremien die Milchquote für Österreich neu aus zu verhandeln und das Auslaufen des Milchquotensystems zu verhindern", sagte Achatz abschließend. (Schluß)

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