Bartenstein: Stromliberalisierung verbilligt Strompreis

Ab 1. Oktober vollständige Öffnung des Elektrizitätsmarktes -Damit ist Österreich unter den Spitzenreitern innerhalb der EU

Wien (BMWA-OTS) - "Die mit 1. Oktober erreichte vollständige Freigabe des Elektrizitätsmarktes bringt auch den Klein- und Mittelbetrieben sowie den Privathaushalten jene Vorteile, die Großkunden bereits seit 1999 genießen: niedrigere Preise und bessere Serviceleistungen", zeigte sich Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute erfreut, dass Österreich als fünftes der fünfzehn EU-Länder die Stromliberalisierung zur Gänze abschließt. Dieser Übergang vom Monopol zur Marktwirtschaft sei ein wichtiger Schritt im Interesse des Wirtschaftsstandorts Österreich, der Klein- und Mittelbetriebe und der Konsumenten. ****

Besonders erfreut zeigte sich Bartenstein, dass diese Liberalisierung im Konsens aller Beteiligten erfolgt und alle Betroffenen an einem Strang ziehen. Auch die Länder hätten ihren legistischen Anteil zeitgerecht erledigt. Ausdrücklich hervorgehoben hat der Minister, dass das Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz als erstes großes Gesetzeswerk dieser Legislaturperiode in einem Dreiparteienkonsens beschlossen worden ist.

Heftig kritisiert hingegen hat der Minister die Tatsache, dass manche Bundesländer Aufschläge für umweltfreundliche Stromproduktion - Ökostrom, Kleinwasserkraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplungen - in der Höhe von 8 bis 12 Groschen je Kilowattstunde vorsehen. Das sei deutlich überhöht, gerechtfertigt sei eine Größenordnung von 3 bis maximal 6 Groschen. Die Unterstützung einer Stromproduktion aus diesen Energiequellen sei zweifellos wichtig, es liege aber in der Verantwortung der Länder, sich mit maßvollen Aufschlägen im Standortwettbewerb zu behaupten.

Aufgrund der freien Wahlmöglichkeit entsteht ein Wettbewerb unter den unterschiedlichen Anbietern. Großabnehmer können schon seit 1999 ihren Nutzen aus dieser Entwicklung ziehen, aber auch die KMU und die Privathaushalte konnten schon einen Teil der Liberalisierungsrendite einfahren, da in fast allen Bundesländern die Stromtarife bereits gesenkt worden sind. Die Gesamtersparnis durch die Stromliberalisierung, inklusive der bereits im Vorfeld erfolgten Preissenkungen, liegt bei einem durchschnittlichen Haushalt immerhin bei rund 1.000 Schilling (rund 73 Euro) pro Jahr. Ein durchschnittlicher Gewerbebetrieb wird sich in etwa 10.000 Schilling (730 Euro) im Jahr ersparen. Weitere Vorteile sind die aufgrund des Wettbewerbs deutlich höhere Kundenfreundlichkeit der Energieanbieter sowie verschiedene Zusatzangebote und Dienstleistungen.

Für Konsumenten, die sich angesichts der Vielfalt der Tarife der Vor- und Nachteile eines Anbieterwechsels nicht sicher sind, stellt die Elektrizitäts-Control GmbH seit Anfang September einen speziellen Tarifkalkulator im Internet unter der Adresse http://www.e-control.at sowie eine telefonische Beratung unter der Hotline-Nummer 0810 810 224 aus ganz Österreich zum Regionaltarif zur Verfügung. E-Control Geschäftsführer DI Walter Boltz sieht darin ein wichtiges Instrument, um einerseits den günstigsten Stromanbieter errechnen zu können, andererseits darüber hinaus auch Informationen über die Zusammensetzung des Primärenergiemixes und eine transparente Aufgliederung der Stromrechnung inklusive der Steuern und Abgaben anzubieten. Außerdem gibt es eine Broschüre der E-Control mit einem Überblick über die wichtigsten Änderungen im liberalisierten Strommarkt. Auch Ö3 bietet unter der Servicenummer 0900 600 600 einen "SMS-Strompreiskalkulator".

Am 1. Oktober gibt es von der E-Control in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer eine Beratungsoffensive in Wien, Innsbruck, Klagenfurt und Graz.

Informationen der E-Control gibt es unter der Telefonnummer (01) 247 24-0, der Fax-Nummer (01) 247 24-900, per E-Mail an office@e-control.at und im Internet unter http://www.e-control.at.

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