1. Oktober, Internationaler Tag der älteren Menschen - Rotes Kreuz stellt Forderungen

Wien (OTS) - Die Vereinten Nationen haben den 1. Oktober zum Internationalen Tag der älteren Menschen erklärt. Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) sieht aufgrund der sich verändernden Altersstruktur der Bevölkerung einen dringenden Handlungsbedarf. "Alt sein heißt nicht krank sein! Dennoch muss in Zukunft verstärkt Aufmerksamkeit auf den Teil der älteren Bevölkerung gerichtet sein, der hilfs- und pflegebedürftig ist - und das nicht nur am 1. Oktober! Das Rote Kreuz kann und muss hier klare Forderungen an die Politik formulieren", meint Bernhard Jany, Sprecher des ÖRK.

Die Forderungen des ÖRK sind:
1. Bedarfsgerechter zielgruppenorientierter Ausbau der mobilen Pflege und Betreuung.
2. Schaffung von bundesweit einheitlichen Qualifikationsprofilen für die landesgesetzlich geregelten Pflegeberufe (z.B. Altenhilfe oder Heimhilfe).
3. Ausbau der Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige.
4. Enttabuisierung von Pflege- und Betreuungsbedürftigkeit.

Nicht alle älteren Menschen sind pflegebedürftig, der Großteil unterstützt einerseits seine Kinder und Enkelkinder und ist andererseits sozial engagiert. Durch freiwillige und unentgeltliche Mitarbeit bei den Wohlfahrtsorganisationen und anderen Vereinen stellen sie ihre Erfahrung und Wissen den Mitmenschen zur Verfügung. "Aber aufgrund der demographischen und epidemiologischen Entwicklung wird sich in Österreich die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen bis 2011 um etwa ein Drittel auf knapp 800.000 Menschen erhöhen. Der professionellen Hauskrankenpflege und den sozialen Diensten wird aufgrund dieser Entwicklung immer größere Bedeutung zukommen", weiß Bernhard Jany.

Jany weiter: "Es fehlt an einem bedarfsgerechten Angebot an Dienstleistungen für pflegebedürftige Menschen außerhalb des Spitals. Das Thema Gesundheit und Pflege muss einen höheren gesellschaftspolitischen Stellenwert bekommen und die Rahmenbedingungen müssen den Anforderungen der Zukunft angepasst werden. Der Langzeitpflegebereich leidet bereits heute unter chronischem Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal. Damit die Altenbetreuung auch zukünftig gesichert ist, müssen wir jetzt handeln."

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.at

ÖRK-Pressestelle

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