Brauner: Wien braucht mehr Amazonen!

Ederer verleiht Preis für Förderung von Mädchen und Frauen in nicht-traditionellen Berufen und Ausbildungen an Firma WSOP

Wien, (OTS) Die Mädchenberatungsstelle "Sprungbrett" hat Donnerstag Abend zum sechsten Mal einen Betrieb ausgezeichnet, der Hervorragendes auf dem Gebiet der Mädchenförderung in nicht-traditionellen Lehrberufen leistet. Frauen- und Personalstadträtin Mag. Renate Brauner freut sich mit DI Walter Schanil, dem Geschäftsführer der Preisträgerfirma WSOP: "Ich kann nur jedem Unternehmen gratulieren, dass sich dafür entscheidet, Mädchen und Burschen die gleichen Chancen zu bieten. Es wäre verantwortungslos auf 50 Prozent des Arbeitskräftepotentials zu verzichten. Dass die Firma WSOP für dieses betriebswirtschaftlich intelligente Handeln auch noch einen so schönen Preis erhält, ist ein weiterer Ansporn für viele andere Betriebe." Die Amazone 2001 wurde im Rahmen einer Veranstaltung im Haus der Industrie durch Mag. Brigitte Ederer, Vorstandsmitglied bei der Siemens AG, an die Firma WSOP überreicht.****

Noch immer entscheidet sich in Wien ein Großteil der Mädchen für die Lehrberufe Friseurin, Sekretärin oder Verkäuferin. Den engagierten Mitarbeiterinnen des Vereins Sprungbrett und zahlreichen anderen Mädchenberatungsstellen sei es zu verdanken, dass sich die Situation bereits merklich gebessert habe. "Aber", so Brauner, "wir brauchen noch mehr Amazonen in Wien. Daher setzen wir mit der Beratung und Unterstützung in einem Alter an, das für die Berufswahl entscheidend ist. Geschlechtssensible Pädagogik, mädchen-orientierte Freizeitangebote und ein Netzwerk von spezialisierten Mädchenberatungsstellen sind unverzichtbare Bestandteile für die Gleichstellung von Mädchen in nicht-traditionellen Berufen." Eine der größten Lehrlings-Ausbildungsstätten ist die Stadt Wien selbst. Derzeit werden Mädchen in folgenden nicht-traditionellen Berufen ausgebildet: Gas-Wasserinstallateurin, Informatikerin, Maler- und Anstreicherin, Tischlerin, Uhrmacherin, Werkstoffprüferin, Bautechnische Zeichnerin und Fotografin.

Margret Zimmermann, Geschäftsführerin des Vereins Sprungbrett, zeigte sich erfreut darüber, dass dieses Jahr deutlich mehr Industriebetriebe als bisher Interesse an der Auszeichnung gezeigt hätten. "Mit der Verleihung der Amazone sensibilisieren wie die Öffentlichkeit, damit die Bereitschaft steigt, Mädchen und Burschen in ihrer Berufswahl gleichwertig zu behandeln. Weibliche Lehrlinge in nicht-traditionellen Berufsfeldern, aber auch die Betriebe, die sie ausbilden, brauchen viel Unterstützung", forderte Zimmermann.
Die Firma WSOP, diesjährige Amazone-Preisträgerin, bildet zwei Mädchen von insgesamt vier Lehrlingen zu EDV-Technikerinnen aus. Aus der Begründung der Jury: "Aktive Förderung von Mädchen, gelebte Gleichstellung, Weiterverbleib nach der Lehre, Bevorzugung von Mädchen und Frauen bei gleicher Qualifikation." (Schluss) hk

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