LH Sausgruber: Regionale Wasserbewirtschaftung sichern

Neun Gemeinden starten Pilotprojekt

Bregenz/Bludenz (VLK) - Die Vorarlberger Gemeinden rücken
bei der Wasserbewirtschaftung enger zusammen: Ein von der Illwerke-Wassermanagement GmbH gemeinsam mit den Gemeinden
Bludenz, Bludesch, Bürs, Lorüns, Ludesch, Nüziders, St. Anton
im Montafon, Stallehr und Thüringen gestartetes Pilotprojekt
soll die Vorteile der kleinen Einheiten erhalten, kündigt Landeshauptmann Herbert Sausgruber an: "Durch die Bildung von größeren Betriebsführungsgesellschaften wird die
wirtschaftliche Zukunft bei gleichbleibender Qualität für den Bürger gesichert" (Sausgruber). ****

Geänderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die teilweise angespannte Budgetsituation und der zunehmende Kostendruck in
den Gemeinden werden mittelfristig dazu führen, dass
bestimmte Aktivitäten im Ver- und Entsorgungsbereich in "Kleinsteinheiten" nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden können. Landeshauptmann Sausgruber dazu: "Speziell Vorarlberg
wird durch diesen Trend besonders betroffen sein, da im
Vergleich zu anderen Bundesländern die Mehrzahl der Versorger
sehr klein strukturiert ist".

Zusammenarbeit in der Verwaltung

Das Grundmodell sieht vor, dass die Gemeinden ihre Netze
wie auch die Gebührenhoheit behalten. Die Bereiche Betriebsführung, Bereitschaftsdienste und Störungsbehebung,
sowie Beschaffungswesen sollen durch die (noch
einzurichtende) Betriebsführungsgesellschaft koordiniert
werden. "Dadurch werden entsprechende Synergiepotenziale
genutzt und Kosten eingespart", betont der Bludenzer
Bürgermeister Othmar Kraft. Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden sehen mit diesem Modell auch gute Voraussetzungen
zur Realisierung von überregionalen Notversorgungskonzepten.

Illwerke-Wassermanagement GmbH

Die Illwerke-Wassermanagement GmbH wurde im März 2001
gegründet und ist eine 100prozentige Tochter der Vorarlberger Illwerke AG. Ihre Aufgabe ist die langfristige Sicherstellung
der Trinkwasserversorgung und die Verwertung des "Rohstoffes"
Wasser als Lebensmittel.

"Abgeleitet aus dieser Vorgabe wurden in den letzten
Monaten unter Beiziehung von externen Experten die
strategischen Unternehmensziele herausgearbeitet und näher definiert", berichtet Peter Hirschbichler, Geschäftsführer
der Wassermanagement GmbH.

Weitere Ziele (neben der Einrichtung von Betriebsführungsgemeinschaften) sind:
- Nutzbarmachen und Verwertung von vorhandenen
Wasserressourcen
- Aufsuchen von zusätzlichen Wasservorkommen im Land und
Einleitung von geeigneten Maßnahmen zur Sicherstellung der langfristigen Nutzbarkeit
- Bildung von größeren regionalen Verbundsystemen und Aufbau
von öffentlichen Notversorgungen.
(tm,nvl)

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