Wo bleibt die Antwort Österreichs?

Wien (OTS) - Es fehlen die Worte, um die schrecklichen Terror-Ereignisse in den USA zu fassen. Blinder Hass hat Tausenden die Zukunft geraubt. Kinder, Mütter und Väter sind gestorben, weil sich Menschen für die Gewalt und gegen den Dialog entschieden. Den Opfern dieser Entscheidung sowie ihren Angehörigen gilt unsere Trauer und unser Mitgefühl.

Unter den Toten befinden sich hunderte öffentlich Bedienstete.

Feuerwehrleute, Polizisten und Notfallhelfer haben in Ausübung ihres Berufs, der Rettung ihrer Mitmenschen, ihr Leben geopfert.

In wenigen Tagen werden wir bereits mehr über die Hintergründe wissen und wie die Antwort Amerikas aussieht.

Gleichzeitig sollten wir jedoch die Frage stellen, was unsere Antwort sein könnte.

Die Anschläge waren der Beweis, was soziale Hoffnungslosigkeit gepaart mit Radikalisierung bewirken kann. Wer in Österreich Institutionen "den Krieg erklärt", vom "radikalen Umbau" spricht und unter dem Motto "Speed kills" Sozialpartnerschaft "zu Grabe trägt", sollte zu überlegen beginnen.

Die Gewerkschaftsbewegung der Zweiten Republik ist aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs entstanden; durch die Erkenntnis, dass politische Differenzen nie wieder zu politischer Gewalt führen dürfen. Alle Politiker und Medien sind heute dazu aufgefordert, aus den Ruinen der Anschläge in Amerika ein neues Miteinander zu bauen. Dies sollte unsere Anwort ein.

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