GATTERER PRÄSENTIERTE MASSNAHMENPAKET ZUR VERBESSERUNG DER LEBENSBEDINGUNGEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN IN STÄDTEN

Europarat nimmt Gatterer-Bericht mit breiter Mehrheit an

Wien, 28. September 2001 (ÖVP-PK) ÖVP-Abgeordnete Edeltraud Gatterer hat dem Europarat in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Parlamentarischen Versammlung während der dieswöchigen Plenarwoche in Strassburg einen Bericht über eine dynamische Sozialpolitik für Kinder und Jugendliche präsentiert, der ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Städten enthält. Der Bericht und die daraus resultierende Empfehlung an die 43 Mitgliedsstaaten des Europarats wurden mit breiter Mehrheit angenommen. ****

"Wir leben in einem urbanen Zeitalter, in dem mehr als die Hälfte der 160 Millionen Kinder und Jugendlichen, die in den Ländern des Europarats leben, in Städten geboren werden und dort aufwachsen. Zahlreiche Indikatoren zeigen jedoch, dass Städte in vielen Fällen Kindern und Jugendlichen nicht ausreichend jenes Lebensumfeld bieten können, das sie für ein gesundes Heranwachsen benötigen. Phänomene wie Gewalt an und unter Jugendlichen, Jugendkriminalität, Bandenbildung, Kinder, die auf und von der Strasse leben, Waffen- und Drogenbesitz haben gerade im städtischen Bereich drastisch zugenommen", erläuterte die Abgeordnete.

Edeltraud Gatterer spricht in ihrem Bericht die Notwendigkeit an, die sozialen Risiken, die das städtische Leben für Kinder und Jugendliche mit sich bringt, nicht nur in ihren Symptomen, sondern in ihren sozio-ökonomischen Wurzeln zu bekämpfen. Dazu bedürfe es eines breiten Ansatzes auf internationaler, nationaler, regionaler und lokaler Ebene, der alle Kräfte, öffentlich oder privat, allen voran aber die Kinder und Jugendlichen einbezieht und ihnen die Möglichkeit einer verantwortungsvollen und echten Partizipation gibt. Weiters appelliert sie an die Mitgliedsstaaten, in allen ihren politischen Entscheidungen das Wohl der Kinder als oberste Priorität nicht aus den Augen zu verlieren und alle Maßnahmen, gerade im städtischen Bereich, auf ihre "Kinderverträglichkeit" zu überprüfen.

"Wir müssen uns bewusst machen, dass die Zukunft Europas weitgehend davon abhängen wird, ob es uns gelingt, bessere und sicherere Städte zu schaffen, die unseren Kindern und Jugendlichen ein gesundes Heranwachsen ohne Risiken ermöglichen. Denn unsere Kinder sind die Zukunft von morgen", betonte die Abgeordnete bei der Präsentation ihres Berichts.

Der Bericht und die daraus resultierende Empfehlung an die 43 Mitgliedsstaaten des Europarats wurden mit breiter Mehrheit angenommen. Er soll die Mitgliedsländer nicht zuletzt erneut an ihre Verpflichtungen gegenüber Kindern und Jugendlichen erinnern, die sie mit der Unterzeichnung der Kinderrechtskonvention übernommen haben. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 01/40110-0

ÖVP-Parlamentsklub

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK/VPK