Brucknerfest 2001/ 2002: Blick zurück nach vorn

Linz (OTS) - Musik, Tanztheater, Und. Die 2001 begonnene
behutsame Erweiterung der Programmstruktur des Brucknerfestes wird auch im nächsten Jahr beim Brucknerfest 2002 vom 15. September bis 5. Oktober fortgesetzt werden.

"Das Brucknerfest ist eines der Juwele in der blühenden österreichischen Festspielkultur. Das Besondere des Brucknerfestes ist das, was die Eigenart des Kulturstandortes Linz ausmacht, ist der Wille zur Erweiterung, der durch den Untertitel 'Musik, Tanztheater, Und' unterstrichen wird", so hieß es anlässlich der Eröffnung des diesjährigen Brucknerfestes.

Das Brucknerfest 2002, vom 15. September bis 5. Oktober, eröffnet am Abend mit einem gemeinsamem Auftragswerk des Brucknerhauses Linz und der Carnegie Hall New York: Phil Glass Symphonie Nr. 6, aufgeführt vom Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies. Erstmalig wird im nächsten Jahr das gesamte Eröffnungskonzert als Klassische Klangwolke in den Donaupark übertragen werden. Der Komponist Phil Glass wird anlässlich der europäischen Uraufführung seiner Symphonie an diesem Abend beim Brucknerfest Linz zu Gast sein.

Dennis Russell Davies, in seiner neuen Position als Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz beim Brucknerfest 2002, dirigiert Richard Wagners "Parsifal". Mit einem einmaligen Staraufgebot wie Simon Estes, Hans Sotin und Poul Elming wird Wagners "Bühnenweihfestspiel" nur während des Brucknerfestes und zwar am 29.09. 2002 zu hören sein.

Seinen gewohnt hochkarätigen Abschluss wird das Brucknerfest 2002 mit dem russischen Star-Dirigenten Valery Gergiev und dem St. Petersburger Mariinski Orchester am 5. Oktober finden. Auf dem Programm: Anton Bruckners Symphonie Nr. 7.

Fortgesetzt im nächstem Jahr wird die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit Musica Sacra. William Mason wird 2002 in der Ursulinenkirche Linz eine Barockoper inszenieren.

Erste Zwischenbilanz des Brucknerfestes 2001: Während sich die in Österreich einmalige Orgelkonzertreihe wie auch die Kammermusik ihr Stammpublikum erobern konnten, der Posthof sich mit seinen zwei Österreich-Premieren als gewichtiger Veranstaltungsort fest etabliert hat, um neue Publikumsschichten anzusprechen, blieben jedoch die Besucherzahlen der konzertanten Oper "Mahagonny", für ein Konzert dieser Güte, hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Gleiches galt auch für das Orchesterkonzert mit "Age of Enlightenment" unter Sir Roger Norrington. Wohingegen die restlichen vier angebotenen Orchesterkonzerte beim Brucknerfest 2001 nahezu ausverkauft waren. "Man wird hier nach den Gründen suchen müssen, warum ein international renommiertes und äußerst erfolgreich gastierendes Orchester wie "Age of Enlightenment" beim Brucknerfest Linz nicht sein Publikum findet", so Wolfgang Winkler, künstlerischer Leiter des Brucknerhauses.

Erste Konsequenz aus den Besucherzahlen des diesjährigen Brucknerfestes: Ein Kinderkonzert, wird es im nächsten Jahr nicht mehr geben. "Eltern und Kinder sind am Herbstanfang zu sehr mit dem Schulanfang beschäftigt. Da haben wir mit unserem Kinderkonzert bedauerlicherweise keinen Platz."

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