Sima: Scharfe Kritik an De Palacios Temelin-Aussagen

De Palacios Vorgangsweise äußerst unsensibel

Wien (SK) Scharfe Kritik an den Aussagen der für Energie zuständigen EU-Kommissarin Loyola de Palacio zum grenznahen AKW-Temelin übte heute SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima. "Es ist bezeichnend dass auch Kommissarin De Palacio ähnlich wie Ihr Kollege Verheugen die Sicherheitsrisken rund um das AKW Temelin einfach verharmlosen will. Der vor wenigen Tagen veröffentlichte Sicherheitsbericht österreichischer Experten spricht eine eindeutig andere Sprache", so Sima in einer ersten Reaktion. Auch zeige die Aussage De Palacios, dass Temelin bereits durch den "Melker Prozess" sicherer geworden sei, wie wenig Sie sich bisher mit der Thematik Temelin beschäftigt habe.

"Durch den 'Melker Prozess' kam es vor allem zum Austausch von Informationen über das AKW, Verbesserungen irgendwelcher Art sind nicht vorgesehen". Als "äußerst unsensibel" bezeichnete Sima die Vorgangsweise De Palacios noch am Tag vor ihrem ersten offiziellen Österreich-Besuch gleich sämtliche über Temelin zurecht besorgten Bürger vor den Kopf zu stoßen. Ständig aus Brüssel zu hören, dass Temelin ohnehin sicher sei, werde das Vertrauen der Österreicher in die Europäische Union nicht gerade stärken, bedauerte Sima. "Wir erwarten uns, dass die EU-Kommission auch Österreichs Bedenken Ernst nimmt und Temelin endlich als europäisches Problem behandelt. Die Bundesregierung soll im Rahmen des Österreich-Besuchs der Kommissarin auch massiv für die Abhaltung der vom EU-Parlament beschlossenen Ausstiegskonferenz eintreten", so Sima abschließend. (Schluss) ns/mm

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