Hauptverband bietet Einhebung aller lohnbezogenen Abgaben durch die Kassen an

Geringere Kosten und höhere Effizienz durch die Sozialversicherung

Wien (OTS) - Angesichts der neu aufgeflammten Diskussion um die Einhebung der Lohnsteuer wiederholt der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger sein Angebot. Im Zuge der von der Regierung in Zusammenhang mit der Verwaltungsreform geplanten Bündelung der Kompetenzen wäre es sinnvoll, die Beitragseinhebung und Prüfung aller lohnbezogenen Abgaben bei einer Stelle zusammen zu führen.

Die österreichischen Sozialversicherungen, die allein im vergangenen Jahr 358 Milliarden Schilling an lohnbezogenen Beiträgen eingehoben haben, bieten erneut an, zukünftig neben den Sozialversicherungsbeiträgen auch Lohnsteuer und Kommunalabgaben einzuheben. Für die Auslagerung der Steuereinhebungs- und -prüfungstätigkeiten zu den Kassen sprechen mehrere Gründe:

- Die Beitragseinhebungsquote der Krankenkassen liegt bei über 99 Prozent, die Eintreibungsquote der Finanz deutlich darunter.

- Die Kassen könnten die Beitragseinhebung billiger erledigen:
Während das Finanzministerium für die Einhebung der Wirtschaftskammerbeiträge rund vier Prozent einbehält, erledigen die Krankenkassen sowohl die Einhebung der Arbeiterkammerumlage mit zwei Prozent als auch die Einhebung der Beiträge für die Pensions- und Unfallversicherung mit 0,7 Prozent deutlich günstiger.

- Die Zahl der durchgeführten Beitragsprüfungen pro Mitarbeiter ist bei den Krankenkassen wesentlich höher als bei der Finanz. Außerdem verfügen die Prüfer der Krankenkassen schon jetzt über ein breites Lohnsteuerwissen, das sich andere Prüfer für den Bereich der Sozialversicherungen erst aneignen müssten.

- Zur Ergänzung könnte auch die Übernahme von Steuerprüfern der Finanzämter durch die Sozialversicherungen in Erwägung gezogen werden.

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