VP-STROBL: SPÖ WILL KINDERBETREUUNG IN WIEN ZU TODE SPAREN

Es drohen über 1000 Kindergartenplätze wegzufallen

Wien (ÖVP-Klub) 27.09.2001 - "110 Mio. sollen bei der Kinderbetreuung im nächsten Budget eingespart werden", kritisierte heute der Bildungssprecher der Wiener ÖVP, GR LAbg. Prof. Walter STROBL in einem Pressegespräch die Wiener Stadtregierung. Gemeinsam mit Vertreterinnen von "Kinder in Wien" (KIWI) berichtete STROBL im Siemens-Betriebskindergarten über die besorgniserregenden Spar-Tendenzen der Wiener Stadtregierung in der Kinderbetreuung.***

Nach Angaben der zuständigen MA 11a, müssen im kommenden Budgetjahr im Bereich "Kinderbetreuungseinrichtungen" 110 Mio. Schilling eingespart werden. Diese Zahl wurde auch von SP-Vizebürgermeisterin Grete Laska bestätigt. "Sich auf den Bund oder das AMS hinauszureden, ist falsch. Es geht hier nicht um die Errichtung, sondern um den Betrieb von Kinderbetreuungsstätten. Dafür ist Wien zuständig. Und durch die Kürzung der Unterstützung seitens der Stadt wird es zu einem rechnerischen Wegfall von über 1000 Kindergartenplätze in Wien kommen", befürchtet der VP-Politiker.

Noch dazu treffen diese Kürzungen vor allem die privat- und gemeinnützig geführten Kindergärten.
Derzeit werden in öffentlichen Kindergarten aber nur rund 48% aller Kinder betreut, den mehrheitlichen Rest übernehmen private und gemeinnützige Organisationen, wie eben z.B. KIWI. Vom Gesamtbudget für die Kinderbetreuung erhalten die gemeinnützigen Einrichtungen dennoch nur rund 30%.

Private Kindergärten sind im Betrieb billiger

Private Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen sind im Betrieb billiger. Trotzdem besteht die Gefahr des Preisdumpings auf Kosten der Qualität. Die Wiener Volkspartei fordert daher einheitliche Qualitätsstandards in Wiens Kindergärten. Denn nur auf dieser Basis können Förderungen auch gerecht verteilt werden. Durch Einsparungen beim Personal könnten zunehmend unqualifizierte Betreuer zum Einsatz kommen. Professionelles Personal hat aber maßgebliche Bedeutung für die Entwicklungsbedingungen von Kindern.

KIWI bietet in Wien - das ist einzigartig - das Modellprojekt "Altersgemischte Gruppen" an. 20 Kinder von eineinhalb bis sechs Jahren werden von zwei KindergartenpädagogInnen und einer KinderbetreuerIn begleitet. Wie aus eigenen Befragungen deutlich hervorgeht ist auch die Zufriedenheit der Eltern mit den Leistungen von KIWI überdurchschnittlich.

Im Namen der Wiener ÖVP forderte STROBL:
- eine generelle Senkung der Gruppengröße
- für die pädagogische Arbeit zwei Fachkräfte pro Gruppe
- zusätzliche personelle Ausstattung für zusätzliche Dienste
- bedarfsgerechte Fort- und Weiterbildung
- ausreichende räumliche Voraussetzung für Kinder, Eltern und

Personal
- stärkere Förderungen von Betriebskindergärten

"Private gemeinnützige Leistungsträger sind berechtigterweise besorgt, dass die derzeit hohe Zufriedenheit und Qualität durch die falschen Sparmassnahmen in diesem Bereich verloren geht", beendete STROBL seine Ausführungen.

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