Schender: RFJ fordert erneut Rückgängigmachung der Rechtschreibreform

Rechtschreibreform darf nicht zum "Leichentuch über deutscher Sprache" werden

Wien, 2001-09-27 (fpd) - Der Nationalratsabgeordnete Mag. Rüdiger Schender, Obmann des Rings Freiheitlicher Jugend (RFJ), sieht durch die jüngsten Umfragen der Meinungsforschungsinstitute OGM und Imas, aus denen eine breite Ablehnung der Rechtschreibreform durch die Bevölkerung hervorgeht, seine schon vor Jahren geäußerten Bedenken bestätigt. ****

Aus den Umfragen gehe hervor, daß nur acht Prozent der Österreicher die neue Rechtschreibung akzeptierten, ähnliche Zahlen würden aus der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. Schender sieht den Grund dafür im generellen Mangel an Änderungsbedarf und den vielen unsinnigen bis abstrusen Neuregelungen, die Kopfschütteln auslösten und Verwirrung stifteten.

"Die sogenannte Rechtschreibreform stand schon vor ihrer Einführung 1998 unter keinem guten Stern, die Ablehnung durch Schriftsteller und renommierte Tageszeitungen machte dies von Anfang an klar. Damals überreichte der RFJ Bundesministerin Gehrer 12.000 Protestschreiben, die kommentarlos entgegengenommen wurden und offenbar in einem Aktenschrank verstaubten", machte der Jugendsprecher der FPÖ seinem Ärger über die Arroganz im Unterrichtsministerium Luft.

Leidtragende dieser unseligen "Reform", so Schender, seien die Schüler, die nach der neuen Schreibweise beurteilt würden, im Alltag aber mit der alten ständig konfrontiert seien und sich zusätzlich mit der kollateral entstandenen "Rechtschreibungsanarchie" vieler Printmedien auseinandersetzen müßten - "ein inakzeptabler Zustand".

"Man sollte die Zeichen nun endlich erkennen und den Mut haben, dieses mißlungene Experiment, das sich eine geltungssüchtige Kommission um ein paar sozialistische Kultusminister in der BRD ausdachte, zu beenden, bevor es sich wie ein Leichentuch über die deutsche Sprache ausbreitet", schloß der RFJ-Obmann mit einem Appell an die Verantwortlichen. (Schluß)

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