Bartenstein: Exporte sind unerlässlich für Österreichs Wirtschaft

gemeinsame Präsentation der "Internetplattform Export" mit WKÖ-Präsident Leitl - "One-Stop-Shop" für Exporteure - Papierlose

Wien (BMWA-OTS) - Außenwirtschaftsadministration als B2A-Beitrag des Wirtschaftsministeriums schafft drastische Verkürzung von Bewilligungsverfahren

"Exporte sind sowohl unsere Konjunkturstütze als
auch unser Wohlstandsmotor Nummer eins. Mit einer Exportquote (Warenexport in Prozent des BIP) von 33,8% (im Jahr 2000, gegenüber 1996 - damals 25 % - eine Steigerung um rund ein Drittel) sichern sie jeden zweiten Arbeitsplatz in Österreich und sind nicht zuletzt für die Erreichung des Nulldefizits wesentlich mitverantwortlich". Mit diesen Worten unterstrich Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute die besondere Bedeutung einer erfolgreichen Exporttätigkeit für die österreichische Wirtschaft. Um deren Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, haben daher das Wirtschaftsministerium und die Wirtschaftskammer Österreich eine "Internationalisierungspartnerschaft" als Nachfolgeprogramm der erfolgreich abgeschlossenen Exportoffensive (1998-2000) vereinbart. Als erster Schritt dieser Initiative wurde heute von Bartenstein und dem Präsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, die "Internetplattform Export" vorgestellt. ****

Die Adresse www.austriantrade.org. bietet ein Exportportal, das unter Einsatz modernster Kommunikations- und Informationstechnologien als One-Stop-Shop die Nutzung aller möglichen Synergien - sowohl in Österreich als auch international - anbietet. Diese Initiative bietet eine spezielle Unterstützung für exportinteressierte KMUs:
Österreichische Unternehmen, insbesondere auch kleine und neue Exporteure, erhalten mit dieser Internetplattform die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen, Produkte und Geschäftswünsche auf einem weltweiten virtuellen Marktplatz in verschiedenen Sprachen - geplant sind neben den wichtigsten wie Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch auch Russisch, Chinesisch und Japanisch -anzubieten. Weit über eine Informationsanbieterrolle hinaus gehend, wird internationales B2B leicht gemacht. Bartenstein erwartet dadurch eine Verdoppelung der ausländischen Geschäftspartner innerhalb der nächsten zwei 2 Jahre auf rund eine Million (Zur Zeit stehen 45.000 österreichische Exportpartner (Exporteure, exportinteressierte Unternehmen, Institutionen, Rechtsanwälte, freie Berufe) 450.000 erfassten Geschäftspartnern im Ausland gegenüber).

BMWA und WKÖ verstehen die Internetplattform Export als eine offene Plattform, die für weitere öffentliche und private strategische Partner (Austrian Business Agency, Auskunftsdienste, Kreditschutzverbände, Exportkreditversicherer, Banken u.s.w.) offen ist, um Finanzierungsbasis, technisches und betriebswirtschaftliches Know-how, Marktnähe und Zukunftsfähigkeit sicherzustellen.

Papierlose Außenwirtschaftsadministration - Ein B2A-Beitrag des BMWA zur drastischen Verkürzung der Verfahrensdauer

Im Bereich B2A wird ebenfalls das Prinzip des elektronischen One-Stop-Shop verwirklicht, indem die Abwicklung von Außenhandelsbewilligungen durch das BMWA zukünftig auf elektronischem Weg erfolgen kann. Vor allem im Textil- und Bekleidungssektor gibt es in der EU noch eine Reihe von Bewilligungspflichten für die Ein- oder Ausfuhr bestimmter Waren, so dass im Vorjahr vom BMWA: mehr als 80 % (in absoluten Zahlen: 21.000) der insgesamt erteilten 25.000 Einfuhrbewilligungen bzw. Überwachungsdokumente in diesem Bereich ausgestellt wurden. Als erster Schritt wird es ab Mitte Oktober möglich sein, Anträge für Textilkontingente per E-Mail zu stellen. Mit Anfang des nächsten Jahres wird dann das Antragsverfahren komplett elektronisch abgewickelt werden können. Wenn Mitte 2002 auch die Zollabwicklung eingebunden wird, kann auch die Grenzabfertigung papierlos erfolgen.

Den Unternehmen bringt das eine deutliche Verkürzung der Abwicklungsdauer von derzeit durchschnittlich 5 Arbeitstagen auf 3 Tage ab Oktober 2001, 2 Tage ab Jänner 2002 und einen halben Tag ab Mitte 2002. Außerdem können sie ab Jänner 2002 den Bearbeitungsstand ihrer Anträge jederzeit über Internet abfragen. Bartenstein ist zuversichtlich, dass mit dieser B2A-Lösung verhindert werden kann, dass große Handelsketten die Einfuhr in die EU und die Verzollung dieser Güter nach Deutschland verlagern (was den Verlust von Zolleinnahmen und Arbeitsplätzen bei Importeuren und auch bei Speditionen zur Folge hätte).

Die Kosten der Internetplattform Export sind zunächst mit 20 Millionen Schilling (1,45 Millionen Euro) budgetiert und werden je zur Hälfte von BMWA und WKÖ getragen.

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