MURAUER FORDERT ÄNDERUNG DER VERORDNUNG VON LÄRMSCHUTZWÄNDEN

Wien, 27. September 2001 (ÖVP-PK) In der gestrigen Nationalratssitzung sprach der ÖVP-Abgeordnete Walter Murauer erneut die Problematik von Lärmschutzwänden entlang von Straßen und Autobahnen an. "Man muss den Bau von weiteren Lärmschutzwänden überdenken. Es darf nicht sein, dass Geld für die Errichtung von Lärmschutzwänden ausgegeben wird, wo sie gar nicht benötigt werden, anstatt Geld in die Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen zu investieren", konkretisierte Murauer sein Anliegen. ****

Die gesetzliche Regelung, wonach prozentuell zu Straßenerrichtungen auch Lärmschutzwände gebaut werden müssen, bewirke zum einen die Errichtung von Lärmschutzwänden, wo sie gar nicht benötigt werden, zum anderen verschlinge der Bau von Lärmschutzwänden bis zu einem Drittel der gesamten Straßenbaukosten, kritisierte Murauer die derzeitige Regelung. Es werde hier viel Geld in nicht unbedingt notwendige Lärmschutzwände gesteckt, anstatt in die Erhöhung der Sicherheit auf den österreichischen Straßen zu investieren. Gerade die jüngsten Unfälle in Tunneln, aber auch entlang von beschädigten Autobahnen bestätigten die Wichtigkeit der raschen Reparatur und der Erhöhung der Sicherheit auf unseren Autobahnen, so Murauer.

Als weitere Problematik sprach Murauer den Verbau der Landschaft an. Touristen, die durch Österreich reisen, bekämen über weite Teile gar nichts mehr von unserem schönen Land zu sehen. Werfe man dann aber einen Blick hinter die Lärmschutzwände, so sehe man oft nur Wiesen und unverbaute Landschaft. Natürlich sei es wichtig, dass dort, wo Bürger wohnen, der Lärmpegel so gut wie möglich eingedämmt werde, aber dennoch müsse man auch hinterfragen, ob eine Verminderung der Lärmbelästigung nicht auch mit dem Einbau von Schallschutzfenstern und dergleichen möglich wäre. Solche Schallschutzfenster und -türen würden überdies auf Grund gesetzlicher Richtlinien finanziell unterstützt.

Abschließend führte Murauer an, dass ein Blick auf andere europäische Länder zeige, dass dort mit der Errichtung von Lärmschutzwänden wesentlich sorgsamer umgegangen und auch den landschaftlichen Gegebenheiten Rechnung getragen werde. Den Äußerungen von bösen Zungen, wonach in Österreich genauso viel in Lärmschutzmaßnahmen investiert wird wie in vielen europäischen Ländern zusammen, wollte der Abgeordnete nicht Rechnung tragen. Er warnte aber davor, dass es ohne Neuregelung in diese Richtung gehen könnte.
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