ÖVP: Stadtregierung will gemeinnützige Kindergärten "austrocknen"

Wien, (OTS) Die Wiener SPÖ-Stadtregierung drohe, die gemeinnützigen Kinderbetreuungseinrichtungen "auszutrocknen", berichtete der Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, GR Prof. Walter Strobl, am Donnerstag in einem Pressegespräch. Bei den Budgetvorberatungen für das kommende Jahr sei von den Verantwortlichen der MA 11A und der Vizebürgermeisterin Laska gesagt worden, es müssten 110 Millionen Schilling eingespart werden. Das bedeute, so Strobl, dass entweder beim Standard dieser Betreuungseinrichtungen Qualitätsverluste eintreten oder weniger Betreuungsplätze zur Verfügung gestellt werden könnten, oder, dass die Elternbeiträge erhöht werden müssten.

Schon jetzt seien die öffentlichen Kindergärten materiell bevorzugt. Strobl sagte, die öffentlichen städtischen Kindergärten betreuten 48 Prozent der Kinder, erhielten aber 70 Prozent des Budgets, während die gemeinnützigen Organisationen 52 Prozent der Kinder betreuten aber nur 30 Prozent der Budgetmittel erhielten. Es zeige sich, so Strobl, dass die privaten Kindergärten und Kinderbetreuungseinrichtungen im Betrieb billiger seien als die städtischen Einrichtungen.

Strobl trat für einheitliche Qualitätsstandards als Basis der Verteilung der Fördermittel ein. Unabdingbar sei eine generelle Senkung der Gruppengröße, die Anwesenheit von zwei Fachkräften für die pädagogische Arbeit pro Gruppe sowie ausreichende räumliche Voraussetzungen. (Schluss) fk/rr

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