Kuntzl: Verzicht auf Neuregelung der Abfertigung kommt für SPÖ nicht in Frage

Wirtschaftskammmer offensichtlich an Sozialpartner-Einigung nicht mehr interessiert

Wien (SK) "Ein Aufschieben der Reform der Abfertigung oder gar ein Verzicht auf eine Neuregelung kommt aus Sicht der SPÖ nicht in Frage", betonte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Aus den heutigen Aussagen von Wirtschaftskammerpräsident Leitl im ORF-"Morgenjournal" sei herauszuhören, dass die Wirtschaftskammer offensichtlich kein Interesse mehr an einer Einigung der Sozialpartner hinsichtlich der Abfertigungsreform habe, kritisierte Kuntzl. Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin fordert Leitl auf, weiter zu verhandeln. Auch die Regierung sei zu einer eindeutigen Stellungnahme aufgefordert, dass es rasch zu einer Einigung im Sinnen der hunderttausenden Arbeitnehmer, die noch immer keine Abfertigung erhalten, kommen müsse. ****

Leitl hatte gemeint, man könne auf die Neuregelung der Abfertigung ganz verzichten, falls es zu keinem vernünftigen Kompromiss zwischen den Sozialpartnern kommen sollte.

Kuntzl stellte weiter klar, dass es aus Sicht der SPÖ eine Abfertigung für alle Arbeitnehmer in allen Branchen geben müsse. "Abfertigungsansprüche müssen ab dem ersten Tag der Beschäftigung entstehen und aus Gründen der sozialen Gerechtigkeit unabhängig von der Art der Beendigung des Arbeitsverhältnisses geltend gemacht werden können - es soll einen Rechtsanspruch auf Auszahlung geben.

Die ArbeitnehmerInnen müssen so viel Selbstbestimmung wie möglich in der Verfügung über die Abfertigung bekommen", unterstrich die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin. Die zeitliche Beschränkung der Beitragszahlungen auf 25 Jahre lehnt die SPÖ ab, da für ArbeitnehmerInnen mit längeren Berufsunterbrechungen im fortgeschrittenen Alter dann aufgrund höherer Lohnnebenkosten, die Chance auf Beschäftigung sinke. (Schluss) hm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK