Hagenhofer: Geschäftsstellenkonzept der Post ist unrealistisch!

Generaldirektor Wais bestätigt Schließungsabsichten

Wien (SK) Im August d.J. hat die Post AG ein neues Geschäftsstellenkonzept beschlossen. Dem zufolge droht unter dem Deckmantel der reinen betriebswirtschaftlichen Orientierung auch in Oberösterreich die radikale Schließung vieler Postämter. Die Antwort auf ein offenes Protestschreiben von SPÖ-Abgeordneter Marianne Hagenhofer an Generaldirektor Wais von der Post AG ist die Antwort auf viele Fragen schuldig geblieben. "In meinem Schreiben habe ich darauf hingewiesen, dass besonders die ländliche Bevölkerung von einer Schließung der Postämter betroffen sein wird. Auf die Probleme, die für die Menschen entstehen, wurde im Antwortschreiben von GD Wais überhaupt nicht eingegangen. Offensichtlich haben die Verantwortlichen auch keine Antworten darauf", so Hagenhofer am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Das Argument von GD Wais, dass dort, wo es kein Postamt mehr geben werde, ein sogenannter "Post-Partner" - zum Beispiel ein Greißler -diverse Postaufgaben übernehmen könne, sei nicht überzeugend. Vor allem im Hinblick darauf, dass in Oberösterreich 100 bis 130 Postämter akut gefährdet seien. "Auf der einen Seite konstatieren wir ein Greißlersterben und auf der anderen Seite sollen die schwindenden Greißler Postdienstleistungen übernehmen. Hier werden Argumente so gedreht, wie sie eben gebraucht werden. Das ist gegenüber den PostkundInnen und der Öffentlichkeit unverantwortlich", ist die oberösterreichische Abgeordnete empört.

Interessant sei zudem, dass der oberösterreichische ÖVP-Klubobmann Stockinger Verständnis für die Postämter-Schließungen zeige und diese als Chance zur Modernisierung bezeichne.

"Die Menschen dieser wichtigen Einrichtung Postamt zu berauben, stößt bei den SozialdemokratInnen auf heftigen Widerstand. Die von der SPÖ Oberösterreich geforderten Klarstellungen über die konkrete weitere Vorgangsweise sowie die Offenlegung der gefährdeten Postämter ist daher im Interesse der Bevölkerung", so Hagenhofer.

Interessant sei in dem Zusammenhang, dass der oberösterreichische ÖVP-Landesrat Hiesl betone, dass eine funktionierende Infrastruktur die Lebensader für den ländlichen Raum darstelle.

"Mit diesen widersprüchlichen Argumenten will sich die ÖVP scheinbar ihrer Verantwortung für die eigene Regierungspolitik auf Bundesebene entziehen. Die Menschen, die unter den Schließungen und Kürzungen der blau-schwarzen Regierungspolitik leiden, wollen für ihr Steuergeld ein Mindestmaß an öffentlichen Dienstleistungen", so Hagenhofer abschließend. (Schluss) ml/mm

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