ÖGB-Urabstimmung: "Ein Aufschrei für Demokratie!" - BILD (web)

Brigitte Neumeister, Adi Hirschal, Marika Lichter, Günter Tolar und Frank Hoffmann unterstützen die ÖGB-Urabstimmung

Wien (OTS) - "Seit dem Regierungswechsel hat sich das Klima des Konsens' verändert und in ein kälteres, ausgrenzendes Klima verwandelt. Begriffe wie Solidarität geraten ins Wanken. Deshalb bin ich für eine Stärkung der Arbeitnehmer und für die ÖGB-Urabstimmung", erklärte Adi Hirschal heute, Montag, in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖGB-Präsident Verzetnitsch und weiteren KünstlerInnen zum Auftakt der Urabstimmung. Neben dem bekannten Schauspieler gaben auch Brigitte Neumeister, Marika Lichter, Frank Hoffmann und Günter Tolar ihre Unterstützung der Urabstimmung bekannt.++++

"Die Gewerkschaften und Sozialpartner sind Teil des demokratischen Systems. Die Demokratie anzukratzen ist eine gefährliche Sache", so Brigitte Neumeister. Marika Lichter betonte die Bedeutung der Urabstimmung in der Geschichte der Gewerkschaften: "Der Verkauf öffentlichen Eigentums wie Wasser und Straßen ist irreversibel", engagierte Menschen sollten daher "Mitglied der Gewerkschaften sein und mitstimmen." Frank Hoffmann rät den ArbeitnehmerInnen "den Stimmzettel auf jeden Fall abzugeben, um zu verhindern, dass in der Sozialpolitik Dinge passieren, die wir alle nicht wollen." Günter Tolar meinte, dass die Zeit der Schwächung aller Organisationen, die der Regierung kritisch gegenüberstehen, vorbei sei. "Die Urabstimmung ist ein Aufschrei der Demokratie!", erklärte Tolar.

ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch betonte die Bedeutung der Urabstimmung: "Gerade bei der Sozialversicherung zeigt sich die Aktualität der Fragen, die bei weitem keine ,No-Na-Fragen" sind. Erst dieses Wochendende hat Gesundheitsstaatssekretär Waneck die Pflichtversicherung für Besserverdienende und damit das Solidarsystem wieder in Frage gestellt."

Erschüttert zeigte sich Verzetnitsch über die Vorwürfe von Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein: "Bartenstein wirft dem ÖGB vor mit der Urabstimmung einen Anschlag auf den Standort Österreich zu unternehmen. Dabei ist allgemein bekannt, dass sich eine sozial friedliche Entwicklung positiv auf die Produktivität auswirkt. Ich zweifle am Demokratieverständnis von Arbeitsminister Bartenstein."

Verzetnitsch fordert klare Worte Schüssels

"Es würde mich schon interessieren, wie der Bundeskanzler zu den Aussagen des Wirtschaftsministers steht", so Verzetnitsch. Während Schüssel noch vor zwei Wochen gemeint hatte, wir befinden uns in keiner Rezession, sprach Bartenstein nun im Interview von einer Rezession und meinte, man sollte daher jetzt keine Fragen stellen. "Ich bin persönlich überzeugt davon, dass diese Fragestellung wichtiger denn je ist", so Verzetntisch.

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