Kärnten erhält ein neues Netzwerk "Bau und Infrastruktur"

LH Haider und LHStv. Pfeifenberger: Neue Initiativen zur Verstärkung der Konjunktur - Milliardenpaket im öffentlichen Bau wird umgesetzt

Klagenfurt (LPD) - In Kärnten werden im Baubereich und in der Facharbeiterausbildung neue Akzente zugunsten der heimischen Firmen und Mitarbeiter gesetzt. Landeshauptmann Jörg Haider und Kärntens Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger stellten heute nach einer gemeinsamen ersten Sitzung mit dem neuen Wirtschaftspolitischen Beirat unter dem Vorsitzenden Univ. Prof. Gerfried Zeichen (TU Wien) fest, dass mit dem vorbereiteten 20 Milliarden-Schilling-Paket des Landes den Intentionen des Wirtschaftspolitischen Beirates Rechnung getragen werde. Der Beirat ist ein 13köpfiges Beratungsgremium der Landesregierung, darunter befinden sich namhafte Unternehmer, Interessensvertreter, Sozialpartner, Wissenschafter sowie Vertreter des Städte- und Gemeindebundes.

Wie Haider mitteilte, werde als Sofortprogramm im Herbst eine Milliarde Schilling im öffentlichen Bau wie Kanal-, Wohnbau und kommunalen Projekten umgesetzt, um damit die Baukonjunktur anzukurbeln. Die Bauindustrie weist nach wie vor die größte Bruttowertschöpfung in Kärnten auf. Ziel sei es, für Unternehmen und Beschäftigung das Maximale umzusetzen. Dazu brauche es eine Gliederung in kleinere Baulose, ein verbessertes Baumanagement und realistische Chancen für Klein- und Mittelbetriebe, indem das Generalunternehmer-Prinzip verlassen bzw. gelockert werde. Auch im Bereich der Althaussanierung, wo ein enormes Potential von 700 Millionen Schilling vorhanden sei, habe die Wirtschaft die Chancen noch nicht ausgeschöpft.

Wie der Landeshauptmann weiter erklärte, werde es zu einer Überprüfung aller Lehrwerkstätten kommen. Hier gebe es hinsichtlich der Ausbildung bzw. Förderung eine Ungleichbehandlung und daher sei eine Bereinigung nötig.

Haider wies zudem auf die Summe von 13 Milliarden Schilling hin, die mit dem Bund für Kärnten gesichert werden konnten. Ein Großteil davon stehe für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten im Bereich Bahn und Straße (wie Koralmbahnprojekt, Autobahnausbau usw.) zur Verfügung.

LHStv. Pfeifenberger sagte, dass die vorhandenen Kärntner Netzwerke in den Bereichen Holz, Umwelt, Software, Elektronik, Kunststoff usw. nun
durch ein neues, nämlich "Bau und Infrastruktur" erweitert werde. Neben Qualifizierung und Kooperation sei auch professionelles Marketing sehr wichtig, so Pfeifenberger. Es gehe darum, neue Marktchancen zu finden. Was die öffentliche Hand anlange, so müsse die vorhandene "vergaberechtliche Schwäche" beseitigt werden, unterstrich der Wirtschaftsreferent. Die Förderinstrumentarien sollten unter dem Blickwinkel von EU-Vorgaben auch zukunftsfit gemacht werden.

Professor Zeichen von der TU Wien als Vorsitzender des Beirates anerkannte die vielen Leistungen Kärntens etwa im Bereich des Elektronik- und Softwareclusters, des Forschungsinstitutes CTR , des Technikums und der Netzwerke. Kärnten habe viele gute Ideen und auch die Finanzierung dazu gebe es. Die Situation Kärntens werde nach und nach besser, so Zeichen.Wichtig sei eine Fortsetzung der branchenspezifischen sowie auch fachübergreifenden Qualifikationsoffensive, auch eine Weiterbildung für Baufacharbeiter sei nötig.

Kärnten brauche mehr Forschung und die Wirtschaft müsse Forschungsthemen stärker behandeln, so Zeichen, der sich auch eine technische Fakultät an der Uni Klagenfurt wünscht. Kärnten habe eine Mangel an stark exportorientierten Unternehmen. Kärnten müsse einen schwierigen Aufholprozess machen, sagte Haider und wies darauf hin, dass mit dem 20-Milliarden-Paket sehr viel bewegt werden könne. (Schluss)

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