Wiener FPÖ fordert Gesamtbebauung des Westbahnhofgeländes

Über 10.000 kostenlose Parkplätze für Anrainer

Wien, 2001-09-24 (fpd) Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten heute FP-Stadträtin Karin Landauer, Gemeinderat Helmut Kowarik, Stadtrat a.D. Walter Prinz und die Architektin DI Liselotte Peretti die neuersten Vorschläge der Wiener Freiheitlichen zur Attraktivierung des Westbahnhofgeländes. Gemeinderat Helmut Kowarik wies auf die Notwendigkeit einer Gesamtverbauung des Geländes hin. Es ist zu befürchten, dass sich die Stadtregierung wieder einmal mit einer halben Lösung zufrieden gibt und lediglich eine Teilverbauung veranlasst. Dies brächte keinesfalls die für den Bezirk dringend notwendigen Impulse, betonte Kowarik. ****

Durch die zukünftige Errichtung eines Wiener Zentralbahnhofes wird die Bedeutung des Westbahnhofes zunehmend geringer. Somit stehe eine Fläche vom Westbahnhof bis zum technischen Museum für eine zukunftsweisende, attraktive Gestaltung zur Verfügung. Ziel sei es jedenfalls, durch ein adäquates Wohnumfeld für die Anrainer mehr Lebensqualität zur Verfügung zustellen. Die derzeitige Situation biete jedenfalls nichts einladendes, sich in dieser Umgebung anzusiedeln. Konkret forderten die Freiheitlichen Mandatare in diesem Bereich ein größeres Areal mit viel Grünfläche für das Kaiserin Elisabeth Spital, ein Pflegeheim West, was die regionale gesundheitliche Versorgung verbessern könne sowie einen Ausbau der berufsorientierten Mittelschule mit Informatik Kauergasse zu einer HTL mit Schwerpunkt Informationstechnologie.

Den Hauptteil des Projekts stelle jedoch ein Komplex aus einem Einkaufszentrum mit flexiblen Öffnungszeiten, Büroräumen sowie attraktiven Wohnungen mit einem ausreichenden Parkplatzangebot dar. Unterirdische Parkgaragen für mehr als 10.000 Fahrzeuge brächte jedenfalls keine nennenswerte Verteuerung des Projekts, da von Grund auf gebaut werden könne und daher eine Unterkellerung nicht mehr notwendig wäre. Jedenfalls sollten diese geringfügigen Kosten für die Garage in den Errichtungspreis inkludiert werden, um die zukünftigen Bewohner eine Mehrbelastung für einen Abstellplatz zu ersparen. Somit stünden die Parkplätze der Bevölkerung quasi kostenlos zur Verfügung. Der ehemalige freiheitliche Stadtrat und Planungsexperte Walter Prinz forderte vor diesem Hintergrund SPÖ-Wohnungsstadtrat Faymann auf, wieder vermehrt auf die Zweckmäßigkeit beim sozialen Wohnbau Wert zu legen. In den vergangenen Jahren wurde durch sinnlose architektonische Finessen viel Geld verschwendet, welches anderwärtig, etwa bei der Schaffung neuer Parkgaragen, von Nöten gewesen wäre. In Zukunft solle man jedenfalls wieder verstärkt auf die echten Bedürfnisse der Menschen eingehen, forderte Prinz.

Im Endeffekt soll mit der Neugestaltung des Westbahnhofgeländes eine Musterstadt mit einer verkehrsarmen Zone und viel Grün geschaffen werden. Jetzt sind jedenfalls die Stadtverantwortlichen gefordert, nicht wie in den letzten zehn Jahren das Projekt der Gesamtverbauung des Westbahnhofgeländes auf die lange Bank zu schieben, sondern im Sinne der Anrainer dieses zukunftsweisende Projekt anzugehen und neuen attraktiven Lebensraum in Rudolfsheim-Fünfhaus zu schaffen. (Schluss) lb

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