Asthmaanfall - was tun?

Wien (OTS) - Plötzliche Atemnot, ein pfeifendes Geräusch beim Ausatmen, blau verfärbte Haut -Anzeichen, die auf einen Asthmaanfall hindeuten. Jetzt heißt es vor allem Ruhe bewahren. "Das gilt sowohl für den Betroffenen, weil Angst den Anfall verschlimmern kann, wie auch für den Helfer, der in Ruhe die notwendigen Schritte durchführen muss", sagt Dr. Alexandra Strampfer vom Österreichischen Roten Kreuz.

"Bei einem Anfall werden die Atemwege eingeengt, weil sich die Bronchialmuskulatur zusammenzieht, die Schleimhäute anschwellen und sich zähflüssiger Schleim bildet. Medikamente (hauptsächlich Sprays), die Asthmakranke immer bei sich haben sollen, können die Situation momentan erleichtern, da jedoch die Lebensfunktion Atmung in Gefahr ist, muss der Notruf abgesetzt werden" sagt Strampfer.

Bis zum Eintreffen der Rettungsdienstmitarbeiter/Notarzt sollen die Maßnahmen der Schockbekämpfung durchgeführt werden. Strampfer: "Der Patient hat aktives Bewegungsverbot, er soll mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden. Öffnen Sie beengende Kleidungsstücke und sorgen Sie für Frischluft. Vorsicht: Kälte kann den Anfall verschlimmern. Wichtig ist auch die psychische Betreuung und Beruhigung, der Patient soll zu tiefer, ruhiger Atmung angehalten werden!"

Der Asthmakranke kann selbst versuchen, Anfälle zu vermeiden. "Die häufigsten Auslöser eines Anfalls sind Infektionen der Atemwege, Allergien - etwa auf Tierhaare - Aufregung, Stress, Anstrengung, Rauchen, Chemikalien oder Luftverschmutzung. Zur Vorbeugung ist es wichtig, den jeweils auslösenden Faktor, also entweder Reizstoffe oder äußere Umstände, zu kennen und zu vermeiden", so Strampfer.

In Kenntnis der auslösenden Stoffe verordnet der Arzt Medikamente, die Asthmakranke ständig bei sich tragen sollen. Diese sollen zur Vorbeugung, aber gerade auch dann eingenommen werden, wenn man sich gesund fühlt. Reichlich Flüssigkeit hilft, die Zähigkeit des Schleims zu reduzieren, eine allgemein gesunde Lebensweise ist auch für den Asthmakranken zu empfehlen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.at

ÖRK-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK/ORK