Bartenstein traf den kirgisischen Präsidenten Akaev

Wien (BMWA-OTS) - Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein hat heute den Präsidenten der zentralasiatischen Republik Kirgistan, Askar Akaev, zu einem Gespräch getroffen. Akaev ist auf Staatsbesuch in Wien und erörterte mit Bartenstein Möglichkeiten einer Zusammenarbeit und der Teilnahme österreichischer Unternehmen im Infrastruktur-, Energie- (Wasserkraft)- und Tourismusbereich. Vor allem ging es um die verstärkte Einbindung österreichischer Unternehmen bei TACIS-Projekten der EU und die Verbesserung der Rechtssicherheit und des Investitionsklimas. Außerdem wurde eine Diversifizierung der kirgisischen Warenpalette -derzeit bestehen die Importe der EU aus Kirgistan wertmäßig zu 95 % aus Gold - andiskutiert.

Obwohl Kirgistan einer der ärmsten Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion ist, nimmt das Land eine Pionierstellung ein, da es als erstes - sogar noch vor dem baltischen Lettland - 1998 der Welthandelsorganisation WTO beitreten konnte. Das rohstoffreiche Hochgebirgsland mit enormen Tourismuspotenzialen, aber ebenso enorm entwicklungsbedürftiger Infrastruktur, ist wirtschaftsvertraglich mit Österreich durch ein Abkommen über die bilateralen Außenwirtschaftsbeziehungen aus 1995 verbunden. Mit der EU besteht ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen, das seit 1999 in Kraft ist.

Mit dem bilateralen Abkommen aus 1995 wurde eine Gemischte Kommission eingerichtet, die als höchstrangiges Forum auf wirtschaftlichem Gebiet bereits 1995 zu ihrer ersten Tagung zusammentrat und im Mai 2001 zum zweiten Mal tagte. Dabei wurden Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit und eines verstärkten Engagements österreichischer Unternehmen sowie eine Ausweitung des bilateralen Handels erörtert. Ebenfalls im Mai 2001 hielt sich eine 10-köpfige Delegation aus Beamten und Managern der kirgisischen Wirtschaftsverwaltung im Rahmen der Beamtenausbildung des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft in Wien auf.

Österreich importiert aus Kirgistan hauptsächlich Baumwolle und Bekleidung, während es PKW, Nachrichtengeräte, Arzneiwaren sowie medizinische Geräte in das Land an der Seidenstraße liefert, das 5 Millionen Einwohner zählt und zweieinhalb mal so groß wie Österreich ist.

Rückfragen & Kontakt:

E-Mail: presseabteilung@bmwa.gv.at
http://www.bmwa.gv.at

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Dr. Ingrid Nemec, Tel: (01) 71100-5108
Presseabteilung:Mag. Georg Pein, Tel: (01) 71100-5130

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MWA/MWA