LH Haider: Konjukturprogramm um 1 Milliarde S beschlossen

Viele Bauprojekte speziell im ländlichen Raum werden vorgezogen - Land fördert grenzüberschreitendes Seilbahnprojekt auf das Nassfeld, Beteiligung an Konsortium

Klagenfurt (LPD) - Die Kärntner Landesregierung hat heute ein Programm gegen die Konjunkturabschwächung und zur Stärkung der Wirtschaft vor allem des ländlichen Raumes im Ausmaß von einer Milliarde Schilling beschlossen. Dies gab Landeshauptmann Jörg Haider beim Pressefoyer nach der Regierungssitzung bekannt. Haider erklärte, dass für die nächsten Jahre geplante Projekte und Baumaßnahmen vorgezogen und
vorfinanziert werden, um so die wirtschaftliche Entwicklung positiv zu beeinflussen.

Das Zusatzprogramm umfasst Dutzende Projekte im
Bereich des ländlichen Wegenetzes sowie in den Gemeinden, der Kanalisation bzw. Abwasserbeseitigung und im Wohnungsbau. Allein mit dem "beschleunigten" zusätzlichen Wohnungsbau kann ein Bauvolumen von 383 Millionen Schilling bewegt werden. Die zusätzliche Bereitstellung von 76 Millionen Schilling bei den Kanalisationsbaumaßnahmen sorgt für Investitionsmaßnahmen im Ausmaß von 500 Millionen Schilling.

Dieses Maßnahmenpaket zur Konjunkturankurbelung werde aus der Liquiditätsmasse der Wohnbauförderung finanziert, da am Wohnungsmarkt bereits ein gewisser Sättigungsgrad eingetreten sei. Die so freigewordenen Gelder werden nun investiert und nicht "geparkt", erklärte Haider.

Viele wichtige Projekte wie Strassen, Sporteinrichtungen, Feuerwehrhäuser usw. könnten auf diese Weise umgesetzt oder vorangetrieben werden, unterstrich der Landeshauptmann. Er bezifferte das Bauvolumen mit rund 120 Millionen Schilling pro Jahr. Er erinnerte auch daran, dass bis Jahresmitte die Baukonjunktur in Kärnten mit einem Plus von 23 Prozent Spitzenwerte aufwies.

Die wintertouristische Erschließung des Naßfeldes auf italienischer Seite war heute ebenfalls Gegenstand der Regierungssitzung. Für die Umsetzung des geplanten Seilbahnprojektes gibt es von Seiten des Landes kräftige Unterstützung durch die Bildung eines österreichisch-italienischen Konsortiums sowie durch öffentliche Mittel im Ausmaß von 70 Millionen Schilling. Derselbe Betrag steht auch seitens Italien zur Verfügung, nun werden über das Konsortium auf beiden Seiten private Investoren gesucht. Interessenten gebe es mehrere. Das Gesamtprojekt erfordert einen Kostenaufwand von insgesamt 432 Millionen Schilling. Mit diesem grenzüberschreitenden Seilbahnprojekt könnte ein Potential von zwei Millionen Wintertouristen im norditalienischen Raum angesprochen werden, so Haider.

Ein weiteres Thema war weitere Teilprivatisierung der Hypo Alpe Adria Bank, ausgelöst durch den geplanten Verkauf von Beteiligungen der Grazer Wechselseitigen. Das Land wolle seine Anteile im selben Ausmaß privatisieren und jedenfalls die Sperrminorität halten, so Haider. (Schluss)

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