EU bestätigt ÖGB-Kritik an Regierungspolitik

EU-Vergleichsstudie zeigt starke Mängel bei Bildungs- und Forschungsmaßnahmen

Wien (ÖGB). "Die ungenügende Dotierung im Bereich Forschung und Entwicklung, sowie die Einsparungen im Bildungsbereich zeigen bereits Auswirkungen", kommentiert Alexander Prischl, Bildungsexperte des ÖGB, die katastrophale Regierungspolitik im Bereich Ausbildung und Forschung.++++

"Eine aktuelle EU-Studie zeigt auf, dass Österreich in diesen Bereichen massiven Nachholbedarf hat. Doch anstatt sofort auf diese alamierende Tatsache zu reagieren, setzt die Regierung weiter den Sparstift an", so Prischl. So müssen nicht nur Lehrlinge mit längeren Probezeiten und der Verkürzung der Behaltefrist fertig werden, sondern ebenso hat die Regierung das Auffangnetz für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden konnten, nur ungenügend fortgeführt.

Unzureichende Investitionen in den Fachhochschulbereich führen dazu, dass nicht alle Trägereinrichtungen die beantragten Studien-Lehrgänge einrichten können, obwohl ein großer Andrang besteht. "Durch die Einführung der Studiengebühren kommt es zu einem eingeschränkten Zugang an den Universitäten, für viele ist Studieren damit nicht mehr leistbar", so der Bildungsexperte weiter.

"Statt ein Nulldefizit haben wir ein Belastungspaket im Bereich Forschung und Entwicklung, ein Infrastrukturdefizit und damit ein Zukunftsdefizit. Wir fordern die Bunderegierung auf, diese Probleme aus dem Weg zu räumen, und zusätzlich Mittel für den Ausbau des berufsbildenden Schulwesens und der aktiven Arbeitsmarktpolitik zur Verfüung zu stellen", schließt Prischl. (hell)

ÖGB, 18. September 2001 Nr. 743

Rückfragen & Kontakt:

Erik Helleis
Tel. (01) 534 44/290 DW
Fax.: (01) 533 52 93

ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB