SCHENNACH: ORF VERZERRT WAHL ZUM PUBLIKUSMRAT Grüne: Indirekte Bühne für Kandidaten - Probleme mit Lizenznummern

OTS (Wien) "Der ORF verzerrt die Wahl zum Publikumsrat. Bei der Live-Übertragung des Fußballspieles Sturm Graz gegen Rapid hat der ORF-Reporter höchst erfreut und deutlich auf die Kandidatur von Sturm-Präsident Kartnig lautstark hingewiesen. Die Kamera setzte den Präsidenten bestens ins Bild. Bei Treffpunkt Kultur hat gestern der Kandidat zum Publikumsrat und Schüssel-Favorit Seipl Platz genommen und seinen Wahlcode verkünden dürfen. Das ist eine Ungleichbehandlung der KandidatInnen. Manche sind offensichtlich gleicher als gleich. Solche Auftritte sind schlichtweg Wahlmanipulation. KandidatInnen zum Publikumsrat dürfen in dieser Woche nicht in Informations- oder Unterhaltungssendungen präsentiert werden", stellt der Mediensprecher der Grünen, Stefan Schennach fest. "Die Stimmungsmache und Wahlwerbung für Kartnig während des Livespiels war skandalös und widerspricht ausserdem dem Objektivitätsgebot".

Beim Wahlvorgang sind derzeit ebenfalls Pannen sichtbar. So passt die 12stellige Lizenznummer jener, die einen Dauerauftrag haben, nicht in die dafür vorgesehenen 10 Kästchen. Auf die Beschwerden einiger Gebührenzahler teilte die GIS mit, dass die erste und letzte Nummer zu streichen seien. "Komplizierter geht’s nicht. Das wird eine Reihe von Diskussionen über die Gültigkeit auslösen. Eingetreten ist jedenfalls eine ziemliche Verunsicherung nach dem ersten Wahltag", so Schennach., der auf eine Reihe derartiger Beschwerden verweist. Vor allem ältere Menschen sind überfordert. "Ist nur zu hoffen, dass es in PensionistInnenheimen nicht zum kollektiven Ausfüllen der Stimmzettel kommt", befürchtet Schennach.

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