Leichtfried: Beschimpfung österreichischer Atomgegner durch tschechische Atomkraftlobbyisten strikt zurückzuweisen

Scharfe diplomatische Note der Bundesregierung an Prag mehr als notwendig

St. Pölten, (SPI) - "Die jüngst bekannt gewordenen ungehörigen Bemerkungen, ja man muss sagen Beschimpfungen des Beraters des tschechischen Industrie- und Handelsminister Miroslav Gregr, Jiri Hanzlicek, in einer tschechischen Zeitung gegenüber österreichischen Politikern und Atomkraftgegnern, sind strikt zurückzuweisen und erfordern eine sofortige und scharfe diplomatische Note der Bundesregierung an Prag. Die Ausdrücke "Hysterie", "Demagogie", "Fanatismus" und "politische Erpressung im Europaparlament" - so die Aussagen des Regierungsberaters - sollten im Umgang zivilisierter, ja befreundeter und benachbarter Staaten keinen Platz haben", äußert der Anti-Atomsprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Mag. Günter Leichtfried, seine Empörung über die tschechische Entgleisung.****

Die Sorgen der Menschen um die Sicherheit des tschechischen Atomkraftwerkes Temelin sind zweifellos berechtigt, ja werden durch die ständigen Störfälle und Reparaturen gestützt. Wenn Leitungen ausfallen, Turbinen vibrieren und Kreisläufe zusammenbrechen, dann kann man sich die Folgen eines schwerwiegenden Gebrechens in einem so sensiblen Umfeld wie einem Atomkraftwerk auch ausmalen, wenn man kein Experte ist. Die Sorgen und Ängste der Bevölkerung über Temelin müssen Ernst genommen werden und letztendlich ist angesichts der ständigen Störfälle nur eine Nichtinbetriebnahme die logische Folge. "Anstatt sich immer mehr einzubunkern und sich dem Blick auf die Realität zu verwehren, sollte die tschechische Regierung ernsthaft mit der EU und den Anrainerstaaten über ein totales Ausstiegsszenario aus Temelin zu verhandeln beginnen", so der SPNÖ-Mandatar abschließend.
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