• 17.09.2001, 09:23:09
  • /
  • OTS0017 OTW0017

Akupunktur=

Wien (OTS) - Sie ist wohl die bekannteste Behandlungsmethode
chinesischer Medizin. Viele Ärzte und Heilpraktiker der so genannten
Schulmedizin wenden sie mittlerweile auch an: die Akupunktur. "Was
aber seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin
angewendet wird, ist bei uns nicht wirklich akzeptiert. Dies vor
allem deswegen, weil die Wirkung mit herkömmlichen medizinischen
Tests wissenschaftlich nicht erklärbar ist", sagt Dr. Alexandra
Strampfer vom Österreichischen Roten Kreuz.

Akupunktur beruht auf der Ansicht des Yin und Yang. Yin, das
weibliche, empfangende Prinzip, und Yang, das männliche, aktive
Prinzip, bilden die Lebenskraft, das "Energie-Ch'i". Yin und Yang
sind bestimmte Bahnen zugeordnet, die so genannten Meridiane. Auf
diesen fließen sie durch den Körper. Ist das Gleichgewicht von Yin
und Yang gestört oder sind die Meridiane blockiert, entstehen
Krankheiten. Durch das Setzen gezielter Nadelstiche auf Punkten
entlang der Meridiane kann Heilung erzielt werden.

Strampfer: "Die Anwendungsgebiete der Akupunktur sind vielfältig. Ein
Schwerpunkt liegt in der Schmerztherapie, zum Beispiel bei
Kopfschmerz oder Migräne, Verspannungen oder Schmerzen nach
Operationen. Es können aber auch das Immunsystem gestärkt, Allergien
vermindert oder gynäkologische sowie urologische Beschwerden
gelindert werden. Grundsätzlich folgt Akupunktur der Richtlinie 'Was
gestört, aber nicht zerstört ist, kann geheilt werden'."

Nicht angewendet werden sollte Akupunktur bei akuten Entzündungen,
schweren psychischen Erkrankungen, bei unklaren Diagnosen oder
Kindern unter sieben Jahren. Vorsicht ist bei Schwangeren geboten,
denn bestimmte Punkte lösen Wehen aus. "Üblich sind zehn
Behandlungen. Das hängt aber von Schwere und Dauer der Erkrankung ab.
Bei der klassischen Akupunktur werden hauchdünne Stahlnadeln einige
Millimeter in die Haut eingestochen", sagt Strampfer.

Patienten stehen der Akupunktur oft skeptisch gegenüber. Wenn man
aber das Auslösen des "Ch'i", die erste Wirkung und Besserung spürt,
so treten an Stelle des Zweifels oft Erstaunen und Begeisterung.
Strampfer: "Akupunktur ist kein Ersatz für westliche Medizin. Sie
sollte aber als zusätzliche Heilmethode beachtet und nicht
unterschätzt werden."

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ORK/ORK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel