Vassilakou: Wiener Menschenrechtsaktivist ohne Rechtsbeistand festgehalten

Grüne wollen sofortige Klärung aller Vorgänge rund um die Festnahme

Wien (Grüne) - Scharfe Kritik gegen die Vorgänge rund um die Festnahme des Leiters des Wiener Jugendvereins "Echo" übt die Grüne Stadträtin Maria Vassilakou. "Der Menschenrechtsaktivist Bülent Öztoplu wurde bereits vor vier (!) Tagen festgenommen. Trotzdem erhält Herr Öztoplu bisher keine Gelegenheit seinen Rechtsbeistand zu sprechen. Angehörigen und Bekannte wissen nicht, was ihm tatsächlich vorgeworfen wird", so die Grüne Stadträtin.

Der Leiter und Gründer des Jugendvereines "Echo", Bülent Öztoplu, wurde am vergangenen Mittwoch an seinem Arbeitsplatz festgenommen. Nach Mitteilungen der Wiener Polizei wirft man ihm vor, vor mittlerweile 17 Jahren (!) in Deutschland einen Wachmann verletzt zu haben. Vassilakou: "Die Wiener Polizei bewegt sich hier an der Grenze des Rechtsstaates. Für Bülent Öztoplu gilt nach wie vor die Unschuldsvermutung. Trotzdem wurden bereits am Tag der Festnahme Aktenstücke an zwei Tageszeitungen der Mediaprint weitergegeben. Damit wurde Herr Öztoplu, noch bevor er seinen Anwalt sehen konnte, vorverurteilt."

Vassilakou: "Ich kenne den Jugendleiter seit vielen Jahren als aufrechten, engagierten, und korrekten Menschen, der über alle Parteigrenzen hinweg in Wien als Pionier der Jugendarbeit gilt. Sein Einsatz für ausländische Jugendliche der zweiten Generation wird geschätzt und geachtet." Die Grünen fordern eine sofortige Klärung der Vorgänge rund um die Festnahme und die Weitergabe der vertraulichen Polizeiakten. "Ich verlange, dass die gegen ihn erhobenen Vorwürfe so rasch als möglich geklärt werden. Darüber hinaus muss der Zugang für den Rechtsanwalt selbstverständlich unverzüglich gewährleistet werden", so die Grün-Stadträtin abschließend.

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