LH Haider appelliert, das Land gemeinsam positiv weiterzubringen

Scharfe Kritik an Miesmacherei Kärntens - Umfrage der Industriellenvereinigung zurückgewiesen - Appell: Das 20-Milliarden-Arbeitsplatzpaket gemeinsam umzusetzen

Klagenfurt (LPD) - Massive Kritik an der "Miesmacherei Kärntens" übte heute Landeshauptmann Jörg Haider bei der Eröffnung der Klagenfurter Messe. Zugleich plädierte er für ein verstärktes Miteinander aller positiven Kräfte, die sich bemühen sollten, das Land weiter nach vorne zu bringen. Haider reagierte damit auf die vorgebrachte Kritik seitens des Wirtschafskammerpräsidenten bzw. auf eine jüngst veröffentliche Meinungsumfrage der Industriellenvereinigung und deren völlig unseriöser Interpretation. Viele große Betriebe seien gar nicht befragt worden, kritisierte Haider die vor kurzem ausgeteilten schlechten Noten für den Wirtschaftsstandort Kärnten.

Statt sich mit kleinlicher Nörgelei aufzuhalten und Profilierungswünschen nachzugeben, sollte vielmehr der Reformwille im Vordergrund stehen und die Herausforderungen angenommen werden, um das Land weiterzuentwickeln, um für Arbeit, sozialen Frieden und Stabilität zu sorgen. In diesem Zusammenhang erwähnte der Landeshauptmann die
zahlreichen Fortschritte, die in den letzten Jahren gemeinsam für das Land erzielt worden seien. So gebe es derzeit die höchste Beschäftigung, den höchsten Zuwachs bei der Sachgüterproduktion, auch die Bauwirtschaft liege weit besser als in anderen Bundesländern. Ein weiteres positives Beispiel sei die erfolgreiche Jugendbeschäftigung. Es sei beispielsweise auch gelungen, das neue Druckzentrum der Mediaprint und damit eine 800 Millionen S-Investition aufgrund der raschen Unterstützung durch die Behörden nach Kärnten zu bekommen.

Im Bereich der Verkehrsinfrastruktur, die jahrzehntelang vernachlässigt worden sei, sei es gelungen, Milliarden aus Wien nach Kärnten zu holen, wie beispielsweise 6,4 Milliarden für das Koralmprojekt oder auch für die Modernisierung des Klagenfurter Bahnhofs. Die Teilprivatisierung der Kelag, die Schaffung des Technologiefonds (1 Mia), die Schaffung einer schnellen Eingreiftruppe für Betriebsansiedlungen bzw. -erweiterungen und die Power-Card mit dem neuen Power-Card-Terminal für Betriebe, auch eine wichtige Hilfestellung bei der Euro-Umstellung, erwähnte Haider als weitere positive Ergebnisse. Daher habe niemand das Recht, das eigene Land zu beschädigen. Es seien jene zu schützen, die sich intensiv fürs Land und seine Weiterentwicklung bemühten, stellte Haider fest und verwies dabei auch auf das gute Verhältnis der Sozialpartner im und zum Land. "Kärntengesinnung heisst, das Land gemeinsam nach vorne zu bringen".

Gerade die Industrie sei durch Förderungen seitens des Kärntner Wirtschaftsfonds sehr gut bedient worden, konterte Haider weiter. 43 Prozent (fast eine Milliarde S) des gesamten Förderkuchens seien an die Industrie geflossen.

Nun ergehe das Angebot an alle, das angekündigte Riesenpaket im Ausmass von 20 Milliarden Schilling zugunsten der Kärntner Wirtschaft und der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen gemeinsam zu schnüren und umzusetzen, appellierte Haider. Kärnten werde immer wieder falsch dargestellt. Beispielsweise sei es im Hinblick auf die Erhebung der Kaufkraft statistisch mit dem strukturschwachen Osttirol zusammengemengt worden, wodurch sich seine Position völlig unzulässig verschlechtert habe und dadurch mit einem falschen Wert präsentiert werde. (Schluss)

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