ÖAAB begrüßt Wahl Frads zum Präsidenten

Sozialistische Blockadehaltung unverständlich

Wien, 15.9.2001 (ÖAAB-PD) Erfreut zeigte sich ÖAAB-Generalsekretär Walter TANCSITS über die Wahl des FCG-Arbeitnehmervertreters Herwig Frad aus der Gewerkschaft öffentlicher Dienst zum neuen Präsidenten des Hauptverbandes. Mit ihm stehe ein erfahrener und hoch qualifizierter Experte an der Spitze des Hauptverbandes. ****

Die Wahl Frads war erst zustande gekommen, nachdem keiner der sozialdemokratischen Delegierten bereit gewesen war, das Amt des Präsidenten anzunehmen. Pikant, so TANCSITS, sei in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass FSG-Vertreter Achitz, der von seiner Fraktion als Vizepräsident vorgeschlagen war, nicht bereit war, das Amt des Präsidenten zu übernehmen, obwohl das Gesetz einen turnusmäßigen Wechsel von Präsident und Vizepräsident nach einem Jahr vorsieht.

"Angesichts dieser Verweigerungspolitik der FSG-Delegierten ist es geradezu grotesk, wenn die SPÖ davon spricht, dass der Hauptverband schwarz-blau umgefärbt werden sollte. Die "Jetzt erst recht"-Politik, der sich die Sozialisten offenbar verschrieben haben, ist nicht nur kontraproduktiv, sie lässt auch Zweifel aufkommen, wie ernst es der FSG mit einer seriösen Zusammenarbeit im Sinne der Sozialpartnerschaft wirklich ist", sagte TANCSITS.

Der ÖAAB-Generalsekretär wertete die Blockadehaltung der Sozialisten als demokratiepolitisch bedenklich; Anerkennung zollte er dagegen der demokratischen Gesinnung Frads, der erklärt hatte, das Amt des Präsidenten nur so lange ausüben zu wollen, bis sich die FSG zur Aufstellung eines Kandidaten bereit erklärt, der nicht den Unvereinbarkeitsregeln widerspricht. Völlig unverständlich sei, dass die Sozialdemokraten offenbar dauerhaft eine demokratisch zustande gekommene Gesetzesregelung boykottieren und die monatelange, fruchtlose Personaldiskussion mit allen Mitteln fortsetzen wollen. Jetzt könne es nur darum gehen, die Querelen der Vergangenheit zu vergessen, denn der für dieses Jahr drohende Abgang von ca. 3,5 Mrd. erfordere ein rasches und konstruktives Handeln im Interesse der Versicherten.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40143/216ÖAAB-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB/AAB