"profil": Solana: Solidarität Europas mit USA "absolut"

EU-Außenpolitik-Koordinator für weltweite Koalition gegen den Terrorismus - Vorurteile gegen Religionen und Länder vermeiden

Wien (OTS) - In einem exklusiven Gastkommentar in der Montag erscheindenen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" fordert Javier Solana, der Hohe Repräsentant der EU für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, eine weltweite Koalition zur Bekämpfung des Terrorismus. Solana: "Terrorismus ist die Geißel unserer Zeit. Niemand von uns ist dagegen immun." Der EU-Außenpolitik-Koordinator bezeichnet es es als "sehr ermutigend, den aufrichtigen Schock und die ehrliche Solidarität in jenen Ländern zu beobachten, deren Interessen traditionell nicht mit jenen der USA und Europa übereinstimmen". Der ehemalige NATO-Generalsekretär konstatiert, dass eine allfällige Absicht der Attentate, die USA international zu isolieren, "total" gescheitert seien. Solana: "Sie haben zu einem noch nie dagewesenen Ausdruck der Unterstützung und Solidarität geführt."

Die Solidarität Europas mit den Amerikanern sei "absolut", so der EU-Außenpolitik-Koordinator. Solana in seinem "profil"-Kommentar:
"Die Amerikaner standen in den schwierigsten Perioden unserer Geschichte großzügig hinter den Europäern. Nun können sie auf uns zählen."

Der frühere NATO-Generalsekretär fordert eine engere Kooperation der Geheimdienste und der Exekutive bei der Bekämpfung von internationalem Terrorismus. Solana: "Terrorismus kennt keine Grenzen. Er operiert über versteckte Netzwerke, die über die ganze Welt gespannt sind." Diese müssten zerstört werden, "bevor sie erneut zuschlagen können". Die Terroristen hätten mit ihren Anschlägen in den USA "neue Pfade gegen die Werte der zivilisierten Welt" beschritten und "den Rechtsstaat, die Demokratie, die offene Gesellschaft und Freiheit" angreifen wollen.

Sorge äußert der EU-Außenpolitik-Koordinator in seinem "profil"-Kommentare jedoch auch im Zusammenhang mit Übergriffen auf moslemische Bürger als Folge der Anschläge in New York und Washington. Solana: "Wir müssen die Schuldigen suchen und bestrafen, aber wir müssen Verallgemeinerungen und Vorurteile vermeiden, die anderen Ländern, Kulturen und Religionen ernste Probleme und Erniedrigung bereiten könnten."

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