"profil": Für Scheibner war Verhalten der Regierung im Kosovo-Krieg "ungeheuerlich"

Verteidigungsminister stellt Kooperation Österreichs bei allfälligen NATO-Gegenschlägen in Aussicht

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" lässt Verteidigungsminister Herbert Scheibner, FPÖ, erkennen, dass er im Falle von militärischen Aktionen der USA oder der NATO als Folge der Anschläge in New York und Washington einer Genehmigung von Überflügen österreichischen Territoriums tendenziell positiv gegenübersteht. Scheibner: "Wir werden dann unsere Entscheidungen zu treffen haben, wenn konkrete Maßnahmen bevor stehen." Diese Entscheidung hänge davon ab, so Scheibner, ob es für eine derartige Aktion ein UNO-Mandat oder Beschlüsse im Bereich der Europäischen Union gebe, und ob es überhaupt Überflugsanträge vorliegen würden.

Schwere Kritik übt Scheibner gegenüber "profil" jedoch an der Entscheidung der Bundesregierung, der NATO während des Kosovo-Kriegs 1999 Überflüge zu verwehren. An dieser "Blamage", so Scheibner, "zehrt Österreich noch heute". Scheibner: "Es war ungeheuerlich, damals Maßnahmen, um die Ermordung und Vertreibung von Tausenden von Menschen zu beenden, zu behindern. Ich halte es für undenkbar, dass das in Zukunft wieder passiert."

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