Zeitungsartikel rechtssicher nutzen: Unbürokratisches und finanziell verträgliches Lizenzsystem für Nutzer ab 1. Jänner 2001

Wien (OTS) - Die Pressedokumentation (Presseclippings) für die Nutzer rechtssicher zu gestalten und zudem unbürokratisch sowie finanziell verträglich abwickeln zu können: Das ist das Ziel des vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) ausgearbeiteten "Pressedokumentationsnutzungs (PDN)-Lizensystems" ab 1. Jänner 2002. Dieses System beruht einerseits auf dem geltenden österreichischen Urheberrecht, welches die Nutzung von originären Zeitungsinhalten lediglich eingeschränkt auf den eigenen Gebrauch zulässt, und berücksichtigt andererseits bereits die Intentionen der neuen EU-Richtlinie, die vor allem im Bereich der elektronischen Vervielfältigung Präzisierungen bringt. Gerade durch den Trend zur elektronischen Vervielfältigung ist das Problem der Vervielfältigung und Weiterverbreitung von als Werk geschützten Zeitungsartikeln im größeren Maß akut geworden, weshalb der VÖZ - durch Rechtsgutachten darin bestätigt - jetzt dafür ein rechtskonformes Modell entwickelt hat.

Im Rahmen der Ausarbeitung dieses Lizenzsystems zwischen den Zeitungsverlagen und den Nutzern hat der VÖZ zahlreiche Gespräche mit Institutionen und Firmen geführt, die mit der Erstellung von Pressespiegeln und der Internetnutzung von Zeitungsinhalten befasst sind, unter anderem auch mit dem Public Relations Verband Austria, welcher in durchaus kritischer, aber konstruktiver Weise dazu beigetragen hat, dieses Modell für die Nutzer unbürokratisch und finanziell verkraftbar zu gestalten. Kontakte hat es ebenso bereits mit Vertretern des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation gegeben; eine Fortsetzung und Intesivierung der Gespräche ist aber, wie die zuletzt in einer Presseaussendung artikulierte Ablehnung des Lizenzsystems durch den Fachverband zeigt, notwendig, um offensichtlich bestehende Missverständnisse über die bestehenden rechtlichen Grundlagen und Fehlinterpretationen hinsichtlich der Tätigkeit von PR-Beratern auszuräumen.

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Hannes Schopf
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