ÖAAB: Arbeitnehmervertreter soll Präsident werden Bekenntnis zu Solidaritätsprinzip in der Sozialversicherung: Umlageverfahren und Pflichtversicherung

Wien, 14.9.2001 (ÖAAB-PD) Bei der bevorstehenden Konstituierung im Hauptverband der Sozialversicherungsträger heute Nachmittag erwartet ÖAAB-Generalsekretär NR-Abg. Mag. Walter TANCSITS, dass ein Arbeitnehmervertreter zum neuen Präsidenten gewählt wird: "Die Arbeitnehmer stellen die Mehrheit der Versicherten und die Mehrheit im Verwaltungsrat. Im Sinne der Kontinuität soll auf jeden Fall weiterhin ein Arbeitnehmervertreter an der Spitze der Sozialversicherung stehen!" Der "Vorrang" der sozialistischen Mehrheit in der Arbeitnehmerkurie werde dabei schon aus demokratischen Gründen zu respektieren sein, ergänzte TANCSITS. ****

Zur weiteren Arbeit meinte TANCSITS: "Jetzt geht es darum, mit ganzer Kraft und in einer gemeinsamen Anstrengung der Sozialpartner die Sanierung der Krankenkassen und die Reform des Gesundheitswesens in Schwung zu bringen. Auf der Basis von Pflichtversicherung und Solidaritätsprinzip muss die Selbstverwaltung sehr schnell konkrete Vorschläge auf den Tisch legen, um die drohende Zahlungsunfähigkeit der Krankenkassen abzuwenden." Zusätzlichen Belastungen für Beitragszahler oder Patienten erteilte er jedoch eine klare Absage.

Zur Causa Haberzettl bemerkte TANCSITS, die Zeiten, um parteipolitisches Kleingeld auf dem Rücken der Versicherten zu wechseln, seien vorbei. Er habe keine Einwände gegen die Person, aber die Rechtslage sei eindeutig. Bis zur Konstituierung habe Haberzettl außerdem Gelegenheit, den Vorsitz der Eisenbahnergewerkschaft zurück zu legen.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40143/216

ÖAAB-Pressestelle

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAB/AAB