Fachverband Werbung lehnt neues Lizenzsystem der Zeitungsherausgeber ab

PR-Berater befürchten Kostenexplosion bei der Erstellung von Pressespiegeln und Dokumentation ihrer Pressearbeit

Wien (PWK650) - Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation befasste sich bei seiner Villacher-Tagung anlässlich der WWT ausführlich mit dem vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) geplanten "Pressedokumentationsnutzungs-Lizenzsystem (PDN). Demnach soll eine gebührenpflichtige Lizenz für die Verwendung (Vervielfältigung und Verbreitung) von Zeitungsartikeln über den Eigengebrauch hinaus eingeführt werden. Basis für diese Neuregelung soll eine demnächst umzusetzende EU-Richtlinie sein. Noch bevor diese überhaupt besteht, will der VÖZ Unternehmungen auf Vertragsbasis zur Zahlung gewinnen.

Von dieser Regelung wären insbesondere die PR-Berater betroffen, zu deren Aufgabengebiet oftmals die Erstellung von Pressespiegeln für Unternehmen ebenso gehört wie die Dokumentation ihrer Pressearbeit. Dies gilt auch für Werbeagenturen und eigentlich jedes Unternehmen, das Pressespiegel erstellt. Man habe zwar Verständnis für die durch die Zeitungs-Postgebührenerhöhung entstehende finanzielle Belastung der Medien, aber deswegen könnten nicht bisherige Partner zur Kasse gebeten werden, die eigentlich Werbung für die Medien betreiben und ihnen keine Absatzeinbußen verursachen. Keinesfalls dürfe es dazu kommen, dass Fachverbandsmitglieder durch den Abschluss eines Vertrages gegebenenfalls schlechter gestellt würden, als durch eine allfällige gesetzliche Regelung im Rahmen des Urheberrechtes. Man wird seine Mitglieder diesbezüglich informieren. Da sich der VÖZ offiziell noch nicht an den Fachverband gewandt hat, wird vorerst dessen weiteres Vorgehen abgewartet. (MH)

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