KfV bietet Sicherheitscheck für Senioren

Das Bedürfnis nach hoher Mobilität wird auch für die "Generation 65plus" immer größer. Die Straße stellt die eigene Konstitution auf die Probe

Wien (OTS) - Miteinander statt gegeneinander, sollte die Devise im Straßenverkehr lauten. Oft ist dies leider nicht der Fall. Vor allem ältere Menschen sind einem überproportionalen Risiko ausgesetzt auf der Straße einem Unfall zum Opfer zu fallen. Ein deutliches Indiz für die Rücksichtslosigkeit im Verkehr zeigen die Unfallzahlen des Kuratorium für Verkehrssicherheit: "Während der Anteil der "Generation 65 plus" an der Gesamt-bevölkerung bei etwa 15% liegt, beläuft sich die Zahl der getöteten Fußgänger auf rund 50%. Bei den Radfahrern fallen etwa 32% einem Unfall zum Opfer. Da die An-forderungen im Straßenverkehr selbst für junge Menschen oft nicht ganz leicht zu bewältigen sind, gilt für die ältere Generation besondere Vorsicht", mahnt KfV Direk-tor Dr. Othmar Thann.

Grenzen erkennen

Da das Nachlassen der Leistungsbereitschaft im Alter ein schleichender Prozess ist, sind regelmäßige Gesundheitschecks - für alle Kraftfahrer alle zehn Jahre, ab dem 60. Lebensjahr alle 5 Jahre und ab dem 80. Lebensjahr jährlich - ein entscheidender Schritt zur Gestaltung einer höheren Mobilität. Die eigenen Grenzen erkennen be-deutet nicht nur für ältere Menschen Schwierigkeiten. Um sich vor Gefahrensituatio-nen abzusichern sind u.a. eine regelmäßige Überprüfung von Seh- und Hörvermö-gen, angemessenes Geschwindigkeits-und Abstandsverhalten, festes Schuhwerk und helle Kleidung, volle Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen, Blickkontakt, Handzeichen, volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen sowie die nötige Ruhe und Gelassenheit von entscheidender Bedeutung.

Schnupperuntersuchung Drive Check

Das KfV setzt sich besonders für eine sichere Mobilität bei Senioren ein. Um auf Österreichs Straßen nicht nur besser gesehen zu werden, sondern auch selbst die Gefahren optimal zu erkennen wurde der Drive Check entwickelt. Unter dem Motto "Sichern Sie sich Ihre Sicherheit" bietet das Kuratorium für Verkehrssicherheit an, im Rahmen des ÖAMTC-Mobilitätstags den eigens entwickelten Drive Check kennen-zulernen. Dabei handelt es sich um einen einfachen Test, der über die eigene Kon-stitution und die jeweilige "Sicherheitsstufe" im Straßenverkehr einen Eindruck ver-mittelt. Interessierte können sich kostenlos testen lassen und ihre persönliche (Ge-sundheits)Vorsorge für den Verkehr treffen. Eine eingehende Seniorenberatung und verkehrspsychologische Untersuchung kann der Drive Check zwar nicht ersetzen, eine interessante Option, um einmal ein wenig mehr über seine eigenen physischen und psychischen Leistungen zu erfahren, ist er aber.

Was wird getestet?

Auf Basis der Testergebnisse kann auf Wunsch festgestellt werden, ob eine gute und sichere Teilnahme am Straßenverkehr gewährleistet ist. Unsicherheit über eigene Schwächen können erkannt werden bzw. gezielte Maßnahmen können angeraten werden. Experten des Drive-Check-Teams bieten ihr Know How an, sollte zum Bei-spiel Unklarheit herrschen über die Verkehrstüchtigkeit bei der Einnahme von Medi-kamenten. Für einen umfassenden Check empfiehlt das KfV jedoch die Drive-Senioren-Beratung. Dieses ausführliche Seniorenberatungsprogramm kann bei sämtlichen Landesstellen des KfV/DRIVE durchgeführt werden. Informationen unter: www.kfv.or.at, www.drive.at oder unter der Tel. Nr.: 01/71 7 72-360.

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Kuratorium für Verkehrssicherheit
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Tel.: (01) 71 770/225

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