Schüssel: Weltwirtschaft in stabiler Situation

Konjunkturgespräch im Bundeskanzleramt

Wien (OTS) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzlerin
Susanne Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Finanzstaatssekretär Alfred Finz sowie Wirtschaftsexperten und Sozialpartner trafen heute zu einem Konjunkturgespräch im Bundeskanzleramt zusammen, das im Schatten der Terroranschläge in den USA stand. Bundeskanzler Schüssel wertete die Terroranschläge als temporäre Schocks für die Weltwirtschaft. "Ich wurde informiert, dass sich gute Indikatoren für die amerikanische Wirtschaft abzeichnen, die zu einem Aufschwung führen könnten, der mit Nachhaltigkeit auf Europa abfärbt. Die größte Gefahr geht jetzt von den selbsternannten Katastrophenpropheten aus", betonte der Bundeskanzler. "Die Weltwirtschaft befindet sich in einer stabilen Situation. Es ist nun Aufgabe der Politiker, das Vertrauen der Bevölkerung zu erhalten.", so Schüssel weiter.****

Der Bundeskanzler informierte auch über die umfassenden internationalen Maßnahmen zur Erhaltung der Wirtschaftsstabilität. So hat die OPEC eine Erhöhung der Ölförderquoten zugesichert. Die EZB und internationale Finanzorganisationen stellen ausreichend Liquidität bereit, um das Funktionieren der Weltwirtschaft zu gewährleisten. Auf EU Ebene sind Treffen der Europäischen Kommission, der EZB und des Rates der Außenminister einberufen worden. Zudem stehe der EU-Ratspräsident Verhofstadt in ständigem Kontakt mit US Präsident Bush und den Regierungschefs der asiatischen Länder. "Dadurch wird ein enges Zusammenwirken zwischen den USA, Europa und Asien gewährleistet", betonte Schüssel.

Der Bundeskanzler zeigte sich auch bezüglich der österreichischen Wirtschaftslage optimistisch. Das reale Wirtschaftswachstum beträgt zwischen 1,5% und 1,75%. Für 2002 werde eine Steigerung zwischen 0,5% und 0,75% erwartet, so der Bundeskanzler. "Eine Rezession in Österreich ist nicht in Sichtweite. Unser Ziel ist klar und unverändert. Wir haben im Bereich der Bildung, Infrastruktur, Forschung und Entwicklung sowie in der Verwaltung Strukturreformen eingeleitet. Wichtig ist nun, die Stabilitäts- und Wachstumskriterien nicht aufzulockern, denn davon hängt die Glaubwürdigkeit des Euro und des Wirtschaftsstandortes Österreich ab", betonte der Bundeskanzler. "Wir sehen keine Veranlassung vom Konsolidierungspfad abzuweichen", so der Bundeskanzler abschließend.

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