Wirtschaftliche Auswirkungen des Terroranschlags in den USA noch nicht absehbar

Leitl: Außenhandel mit den USA, Österreichs drittwichtigstem Handelspartner, derzeit nicht gefährdet

Wien (PWK643) - "Auswirkungen des furchtbaren Gewaltakts in den Vereinigten Staaten auf die Weltwirtschaft sind bisher noch nicht absehbar", erklärt der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl. Europaweit könnte eventuell eine Verschiebung der Euro/Dollar-Parität den Außenhandel beeinflussen, doch für seriöse Prognosen wäre es noch zu früh. Unmittelbar sieht Leitl keine Auswirkungen auf die österreichischen Exporte in die USA: "Unsere Warenstruktur im Handel mit den USA, Österreichs drittwichtigstem Handelspartner, ist sehr breit gestreut und diversifiziert, sodass ein Einbruch des Außenhandels nicht zu erwarten ist." Es gelte jedenfalls die eigenen Kräfte weiter zu mobilisieren und die kürzlich gestartete österreichische Exportinitiative voranzutreiben.

Im Moment werden etwaige Kommunikationsprobleme österreichischer Exportfirmen mit den Außenhandelsstellen der AUSSENWIRTSCHAFT ÖSTERREICH (AWO) in New York, Chicago und Los Angeles durch das Nordamerika-Büro in der WKÖ substituiert. Nach gestrigen Internet-und Telefonleitungsüberlastungen sollten die Außenhandelsstellen aber bereits wieder alle per Fax und email erreichbar sein, so Leitl. Aus dem Bereich der österreichischen Firmenniederlassungen in den Vereinigten Staaten liegen der WKÖ vorerst keine Meldungen über Schäden an deren zugehörigen Einrichtungen vor. Auch sämtliche Mitarbeiter der österreichischen Außenhandelsstellen in den USA und deren Angehörige sind zum Glück wohlauf und in Sicherheit.

Österreichs Außenhandel mit den USA hat sich in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt. Die Wachstumsraten lagen stets über dem gesamten österreichischen Exportanstieg. So verzeichneten Österreichs Exporte in die USA im Vorjahr einen Zuwachs von 26,7 % (weltweit:
15,6 %) auf 47,9 Mrd Schilling, die Importe um 16,8 % (weltweit: 14,7 %) auf 56,1 Mrd Schilling. Auch heuer legen die österreichischen USA-Exporte kräftig zu: von Jänner bis Mai um 13,3 % auf 21 Mrd Schilling, was etwa dem doppelten Wachstum der heimischen Gesamtexporte (6,6 %) entspricht. Das Außenhandelsvolumen Österreichs mit den USA werde heuer über 100 Mrd Schilling betragen, rechnet Präsident Leitl. (Ne)

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