Vereinigte Bühnen Wien: Fünf Uraufführungen bzw. Neuproduktionen

Wien, (OTS) In einem Pressegespräch der Vereinigten Bühnen Wien gab am Mittwoch Intendant Rudi Klausnitzer einen Rückblick auf die Aktivitäten von Raimund Theater, Theater an der Wien und Ronacher in den Jahren seit 1993, sowie einen Ausblick auf Aktivitäten in der nahen Zukunft. Er kündigte an, dass fünf Welturaufführungen bzw. Neuproduktionen zumindest bereits im Planungsstadium sind.****

In einer Bilanz erinnerte Klausnitzer daran, dass seit 1993 insgesamt 21 Produktionen das künstlerische "Licht der Welt" erblickt haben. Jede Produktion hatte je nach Laufzeit und Theatergröße zwischen 250.000 und 750.000 Besuchern, die Auslastung betrug zwischen 86 und 97 Prozent. Klausnitzer hob hervor, dass für 11 Prozent aller Wien-Besucher der Besuch einer Produktion der Vereinigten Bühnen Wien ein vorrangiger Grund für ihren Wien-Besuch sei.

Es sei auch gelungen, einen intensiven Export an Produktionen aufzubauen. Die Vereinigten Bühnen seien derzeit der aktivste Musicalproduzent in Europa, ihre Produktionen sind bereits in sechs Ländern vertreten. Die Exporte sind "Elisabeth" (Ungarn, Japan, Schweden, Holland, Deutschland), "Grease" (Deutschland, Schweiz), "Chicago" (Deutschland, Schweiz), "Tanz der Vampire" (Deutschland, Estland, USA), "Mozart!" (Deutschland, Japan, Schweden) und "Hair" (Deutschland). Allein in diesem Jahr hätten, wie Klausnitzer hervorhob, mehr als drei Millionen Besucher die Produktionen im Ausland verfolgt. Dabei habe es in vielen Fällen auch Ausstellungen mit Wien-Bezug gegeben.

Zusammenfassend könne festgestellt werden, dass international anerkannte Künstler nach Wien geholt worden seien, die Einspielergebnisse gesteigert werden konnten, die Subventionen deutlich reduziert worden sind, und weltweit anerkannte Eigenproduktionen kreiert wurden, sagte Klausnitzer.

Blick in die Zukunft

Im Pressegespräch wies Klausnitzer auf kommende Aktivitäten hin.

Für September 2002 ist die Premiere des Musicals "Wake Up", von Rainhard Fendrich und Harold Faltermeyer in der Regie von Philippe Arlaud im Raimund Theater geplant. Es erzählt die Geschichte eines alternden Popstars, dessen Leben von Intrigen, Abhängigkeiten und Exzessen geprägt ist. Die Kraft der Musik und der Liebe rettet ihm vor dem unaufhaltsam erscheinenden Absturz.

2002/2003 ist im Theater an der Wien das Musical "Wallstreet" von Leon de Winter und der Musik von Peter & Michelle Wolf vorgesehen. Darin schließen Teufel und Engel wie in Nestroys "Lumpazivagabundus" eine Wette um die Beherrschung der Erde ab.

Vorbereitet wird für 2003/2004 "Barbarella". Auf der Basis der Kultfigur von Jean-Claude Forest und des Films von Roger Vadim mit Jane Fonda wird eine Welturaufführung vorbereitet.

Ebenfalls für 2003/2004 wird derzeit ein Entwicklungsprojekt "Mayerling" erarbeitet. Der Musicalfassung dient der Roman "A Nervous Splendor" als Vorlage.

Bereits für den Spätherbst 2001 wird im Ronacher das erfolgreich verfilmte Off-Broadway-Stück "Hedwig And The Angry Inch" gezeigt werden, das die Vereinigten Bühnen Wien mit den Bühnen der Stadt Köln produziert haben und das derzeit erfolgreich in Köln zu sehen ist.

Intendant Rudi Klausnitzer gab auch die Gründung eines eigenen Plattenlabels der Vereinigten Bühnen Wien bekannt. Dieses wird "VX-Records" heißen und in erster Linie Musical-Produktionen veröffentlichen. Es ist aber auch daran gedacht, dass Künstler, die bei den Vereinigten Bühnen Wien arbeiten, verschiedene soll der audiovisuelle Produktionsbereich ausgebaut werden. (Schluss) ull/rr

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