ERASMUS auch für Lehrlinge

Piskaty: Wirtschaftskammer Österreich unterstützt europäischen Vorschlag

Wien (PWK641) - Lehrlinge und junge ausgelernte Fachkräfte sind
aus vielen Gründen weniger mobil als Schüler und Studenten gleichen Alters. Auch im Rahmen der derzeit laufenden europäischen Programme, insbesondere des Programms LEONARDO DA VINCI II, werden sie gegenüber Schülern immer mehr benachteiligt. Es bedarf daher einer gemeinsamen Kraftanstrengung, das zu korrigieren: "ERASMUS für Lehrlinge" wäre ein Schlagwort, welches auf das erfolgreiche ERASMUS-Austauschprogramm für Studenten Bezug nimmt und Lehrlingen und vor allem Lehrabsolventen kurz nach Ende der Lehrzeit ein maßgeschneidertes Mobilitätsprogramm anbietet.

Weil die Lehrlinge durch Schulpflicht und Arbeitsvertrag in ihrer Mobilität beschränkt sind, reicht es während der Lehre oft nur für kurze Austausche meist von drei Wochen. Deshalb bietet sich am Ende der Lehrzeit nach der Behaltefrist eine hervorragende Möglichkeit für längerfristige Mobilitätsprogramme an, die der beruflichen Weiterbildung, vor allem auch dem Fremdsprachenlernen und der kulturellen und persönlichen Horizonterweiterung, dienen.

Ein Programm "ERASMUS für Lehrlinge" sollte daher von allen drei EU-Programmen (SOKRATES, LEONARDO DA VINCI und YOUTH) Impulse erhalten und könnte als "Joint Action" realisiert werden. Der Vorschlag für dieses "ERASMUS-Programm für Lehrlinge" stammt von der UEAPME, der europäischen Mittelstandsvereinigung, so dass hier auf europäischer Ebene ein repräsentativer Partner für die betriebliche Seite vorhanden ist.

Für Österreich stellt sich die Wirtschaftskammerorganisation voll hinter diese Idee, geht es doch darum, die jungen Lehrabsolventen auf die Arbeit in der globalisierten europäischen Wirtschaft bestmöglich vorzubereiten. Dafür sollten keine Anstrengungen zu schwierig sein.

Das "ERASMUS-Programm für Lehrlinge" könnte auch eine wichtige Funktion bei der Integration der Beitrittskandidaten in den großen europäischen Binnenmarkt und die europäische Gemeinschaft spielen, so abschließend der Dr. Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich.

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Abteilung für Bildungspolitik
Dr. Georg Piskaty
Tel.: (01) 50105-4073Wirtschaftskammer Österreich

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