Wir kämpfen bei Wienstrom um jeden einzelnen Arbeitsplatz

Wien (GdG/ÖGB). In der heutigen Ausgabe des Format wird in einer Story von Magister David Hell über die Sparmaßnahmen der Österreichischen Energieversorger auf Grund der Strommarktliberalisierung berichtet. Unter anderem verweist der Autor dieses Berichtes auf gut informierte Quellen, die von einer Reduktion des Personals bei Wienstrom von 1.500 Mitarbeitern berichten.++++

"Schlecht recherchiert", meint Wienstrom-Betriebsrat Peter Juznic, "denn diese drastische Personalreduzierung ist uns bis heute vom Unternehmen weder offiziell vorgeschlagen, noch in strategische Planungen einbezogen oder gar von mir genannt worden. Und abfinden, so wie es in diesem Artikel steht, würden wir uns vom Betriebsrat schon gar nicht mit solchen Horrorzahlen" sagt Peter Juznic zu diesem Bericht.

"Ganz im Gegenteil - wir werden gerade in dieser schwierigen Wirtschaftslage um jeden einzelnen Arbeitsplatz bei Wienstrom kämpfen. Die für die Marktliberalisierung erforderlichen Vorbereitungen, auch in personeller Hinsicht, sind bereits vor einiger Zeit unter Einbeziehung der Belegschaft und mit garantierter sozialer Abfederung getroffen worden. Wenn Wienstrom 1.500 Mitarbeiter kündigen würde, wäre Wienstrom nur mehr Geschichte - und das entbehrt jeder wirtschaftlichen Grundlage und vor allem jeder politischen Logik", bekräftigt Juznic.

Peter Juznic abschließend: "Was wir in dieser sehr sensiblen Situation der Liberalisierung brauchen, sind nicht irgendwelche unprofessionellen und medial zusammengereimten Horrorzahlen, sondern das nötige Vertrauen in die Beschäftigen und Ruhe zum konzentrierten Arbeiten für die österreichische Bevölkerung."

ÖGB, 10. September 2001
Nr. 723

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