Kossina: Bund gegen Umwelt

Rotstift trifft Städte hart

Wien, (OTS) Die heute Montag, beschlossene Bundesförderung für Wasser- und Kanalausbau wirkt sich für Städte dramatisch aus: Allein Wien verliert pro Jahr 200 Millionen Schilling für den Kanalbau und weitere 190 Millionen für den Ausbau der Hauptkläranlage der EBS. "Eine Belastung, die unzumutbar ist. Auf Kosten der Umwelt zu sparen ist kurzsichtig und falsch. Diese Art von Politik richtet sich gegen die Menschen", erklärt Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina. Die Stadt Wien bekommt künftig um mehr als die Hälfte weniger Förderungen. Beschlossen wurde die Siedlungswasserrichtlinie gegen die Stimmen des Städtebundes, der SPÖ, der Grünen und der Stadt Wien. Kossina merkt noch an, dass eingebrachte Kompromisslösungen nicht einmal diskutiert worden sind.

Es ist zwar richtig, dass Wien seinerzeit beim Finanzausgleich den Einsparungen von rund einer Milliarde zugestimmt hat. "Wir sind damals davon ausgegangen, dass der Rotstift bei allen gleich angesetzt wird. Nämlich 23 Prozent bei allen", so Kossina. Doch die Richtlinienänderung zeigt nun anderes: Der ländliche Bereich wird künftig viel stärker gefördert, die Städte bleiben auf der Strecke. Es wird auf den Rücken der Städte gespart.

"Wo bleibt Politik mit Verstand und Weitblick", kritisiert Isabella Kossina. "Minister Molterer vergisst, dass es Umweltminister für alle ist."

Wien wird trotz der enormen Mehrbelastungen versuchen, den derzeitigen Standard zu wahren. "Wie lange wir das bewältigen können, ist fraglich. Doch die Erhaltung der Lebensqualität ist in Wien oberstes Ziel", so Kossina. (Schluss) vit

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Martina Vitek
Tel.: 4000/81 359
Handy: 0664/358 23 86
e-mail: vit@ggu.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK