Lipponen und Leitl erörtern EU-Erweiterung und Intensivierung des Außenhandels

WKÖ-Präsident Leitl will bilaterale Kooperationen forcieren -Österreichs Finnland-Exporte im ersten Quartal 2001 um 25 % angestiegen

Wien (PWK631) - Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl und
eine hochkarätige Unternehmerdelegation empfangen heute nachmittags den finnischen Ministerpräsident Paavo Lipponen im Haus der Wirtschaft in Wien. Leitl hat vergangene Woche als Wirtschaftsbundpräsident Helsinki besucht und sieht viele Parallelen zwischen den beiden "jüngeren" EU-Staaten: "Österreich und Finnland befinden sich beim EU-Erweiterungsprozess in einer ähnlichen Situation, insbesondere was die Verantwortung bzw. die kulturellen und geschäftlichen Bande zu unseren osteuropäischen Nachbarstaaten und künftigen Mitgliedsländern betrifft. Während Österreich eine Brückenfunktion und enge Partnerschaft mit Ungarn, Slowenien, Tschechien und der Slowakei verbindet, gilt Vergleichbares für Finnland und die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen." Die Wirtschaften beider Länder leben bereits intensiv die EU-Erweiterung und verzeichnen Zuwachsraten bei den Exporten in die Kandidatenländer, so Leitl. "Wo die wirtschaftliche Verflechtung fortgeschritten ist, erhöht sich auch die politische Stabilität und wirkt Ängsten gegenüber der EU-Erweiterung entgegen."

Der Außenhandel zwischen Finnland und Österreich hat sich -insbesondere seit dem EU-Beitritt beider Staaten - sehr gut entwickelt. "Österreichs Exporte erreichten im Vorjahr 5 Mrd Schilling, im ersten Quartal 2001 konnten Steigerungen um 25 Prozent verzeichnet werden", berichtet Leitl. Rund die Hälfte der österreichischen Lieferungen besteht aus technologischen Produkten mit hoher Wertschöpfung wie Maschinen und Fahrzeuge. Die Importe aus Finnland - gut ein Drittel stammen vom Telekommunikationsriesen Nokia - stiegen 2000 um 22 Prozent auf 11,2 Mrd Schilling.

"Neben dem Warenaustausch haben in den letzten Jahren auch die gegenseitigen Direktinvestitionen an Bedeutung gewonnen", weist Leitl hin. So hat etwa Nokia eine Niederlassung im Burgenland gegründet und ist eine Beteiligung mit One eingegangen. Von österreichischer Seite hat beispielsweise die Firma Andritz durch die schrittweise Übernahme der Firmen Kone-Wood vor einigen Jahren und Ahlström Machinery seine Position am Weltmarkt weiter gefestigt. "Die Beziehungen zwischen Österreich und Finnland haben sich also auf den verschiedensten Ebenen sehr eng entwickelt. Dies wollen wird durch verstärkte Kooperationen und eine Ausweitung des bilateralen Außenhandels weiter forcieren", betont der Wirtschaftskammerpräsident im Vorfeld der Gespräche mit dem Ministerpräsidenten. (Ne)

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