"Ökologisierung und Homemanagement" als Installateurzukunft

Installateur-Fachverbandstagung in Mondsee zu Konjunktur, Marktchancen

Wien (PWK630) - Die Installateure sehen ihre Zukunftschancen neben dem Kernpunkt der anerkannten generellen Fachkompetenz in der "Ökologisierung und Weiterentwicklung des Installateur-Handwerkes unter Nutzung der modernen Technologie in den Bereichen Wasserhygiene und Biomasse-Heizungen. "Neu Chancen bietet uns auch das erst in der Anfangsphase befindliche "Homemanagement", bei dem der Installateur dem Kunden als Komplettanbieter gegenübertritt und Management und Service für alle Installationen im Haus übernimmt, vom klassischen Installationsbereich bis zum Sessel", sagte der Bundesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Klimainstallateure, Wilfried Kugler, bei einer Pressekonferenz nach der zweitägigen Sitzung des Fachverbandsausschusses der Installateure am 7./8. September in Mondsee.

Kuglers Resümee: "Sanitär - Heizung - Lüftung ist eine starke Branche mit Zukunft. Wir setzen alles daran, um auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu sein, von der Ausbildung bis zum e-business. Wir sind aktiv und passen uns den Anforderungen von Kunden und Markt an."

Der Bundesinnungsmeister beschrieb auch die aktuelle Konjunkturlage seiner Branche. Demnach sind Klein- und Mittelbetriebe derzeit gut ausgelastet. Probleme gibt es allerdings ähnlich wie in der Baubranche bei jenen Großfirmen, die im Objektbau und großvolumigen Bau engagiert sind. Insolvenzen bei Installateuren seien in der Mehrzahl auf fehlende oder mangelhafte Kostenanalysen zurückzuführen.

Die Installateure seien eine "Branche im Umbruch", nahm Kugler Bezug auf neue bzw. geänderte Strukturen der Industrie und der Vertriebspartner. Dem Installateur bieten sich jedoch aus heutiger Sicht ausreichend Marktchancen, insbesondere in vier Bereichen:
1. "Renovierung" allgemein.
2. Wellnessbereich: Das Verlangen der Konsumenten nach Behaglichkeit im
Haus- und Freizeitbereich nimmt immer mehr zu.
3. Energiesparen: Zunehmender Kundenwunsch nach energiesparenden/umweltfreundlichen Heizungen und Klimaanlagen mit modernster Technologie.
4. Umwelttechnik/Wasser: insbesondere Trink-, Nutz- und Abwassersysteme.

Eine Initiative des Salzburger Landesinnungsmeisters Theodor-Ernst Seebacher soll zu einer Vereinheitlichung der Ländergesetze etwa im Bereich Luftreinhaltegesetz, Ölfeuerungsverordnung und Gasverordnung führen. "Wir wollen das österreichische Kuriosum aus der Welt schaffen, dass es in vielen Bereichen neun unterschiedliche Gesetze gibt. Das ist unnötiger Kantönligeist." Mit Hilfe der Wirtschaftsuniversität Wien werden nun alle betroffenen Gesetze gesammelt, verglichen und in einen gemeinsamen Gesetzesentwurf gegossen. Auch das durch diese Gesetzesvereinheitlichung entstehende Einsparungspotential soll errechnet werden, um die Sache den Politiker schmackhaft zu machen.

Einen Vorstoß zur Schaffung eines neuen Lehrberufes "Öko-Energieinstallateur" unternimmt die Landesinnung Oberösterreich, wie Innungsmeister Siegfried Jebinger informierte. Es soll eine eigene Sparte sein wie etwa auch der Zentralheizungsbauer. Die Inhalte sollen die gesamte Palette von Biomasse und Pellets über Solar bis zur Wärmepumpe umfassen. (MH)

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