Sima: Temelin-Privatisierung verändert politische Situation im Kampf gegen Pannen-Akw

Heute letzter Tag für Offertabgabe - beste Chancen für Atom-Giganten EdF

Wien (SK) Mit der Temelin-Privatisierung, für die die Offert-Abgabe mit dem heutigen Tag endet, verändern sich für SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima auch die politischen Rahmenbedingungen im Kampf gegen das grenznahe Akw. "Mit enormer Eile soll der tschechische Energieversorger CEZ samt seinem Pannen-Akw bis Jahresende verkauft werden. Für die tschechische Regierung ist die Causa-Temelin dann wohl erledigt, sie wird sich künftig jeglicher Verantwortung entledigen", so Sima. ****

Zum Verkauf, über den schließlich am 14. Dezember entschieden werden soll, stehen 67 Prozent des tschechischen Energieversorgers. Laut Finanzexperten beläuft sich die realistische Kaufsumme auf rund 150 Mrd. Kronen, umgerechnet rund 60 Mrd. Schilling. "Betrachtet man die bisherigen Kosten für Temelin, die auf rund 96 Mrd. Kronen geschätzt werden, und die Tatsache, dass der zweite Block noch nicht einmal fertig gestellt ist, so ist die Verkaufssumme für CEZ eigentlich relativ gering", so Sima.

Laut Insider-Berichten dürfte der französische Atom-Gigant EdF die besten Karten im Rennen um CEZ haben. "Die neuen Besitzverhältnisse machen neue Strategien gegen Temelin nötig. Die Bundesregierung darf die Entwicklung keinesfalls verschlafen", fordert Sima. Sie wiederholt ihre Forderung, dass die Regierung die vom EU-Parlament letzte Woche beschlossene Ausstiegskonferenz in Wien initiieren soll:
"Österreich muss treibende Kraft beim Ausstieg sein, die Chancen für ein Temelin-Aus sind intakt und müssen unbedingt genützt werden", so Sima abschließend. (Schluss) se/mm

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